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Fernsehturm Berlin

Die beste Aussicht der Stadt

Wer einmal den bestmöglichen Blick über Berlin genießen möchte, der sollte das höchste Bauwerk Deutschlands besuchen: den Fernsehturm. Vom wohl markantesten Wahrzeichen der Stadt kann man Berlin aus gut 200 Metern Höhe beobachten - ein Vergnügen, das sich vor allem bei guter Sicht zahlreiche Touristen und Einheimische gönnen. fernsehturm01_gkl.jpg


Entstanden ist der Fernsehturm, da die DDR eine leistungsstarke Sendeanlage benötigte. Der geplante Standort in den Müggelbergen erwies sich wegen des Flughafens Schönefeld als ungeeignet, daraufhin entschied sich Walter Ulbricht 1964 für den Alexanderplatz - hier konnte nicht nur eine technische Anlage, sondern gleich ein neues Wahrzeichen der Hauptstadt der DDR entstehen. Nach nur vier Jahren Bauzeit wurde der Fernsehturm im Oktober 1969 in Betrieb genommen, seitdem bestimmt das mit 368 Metern höchste Bauwerk Deutschlands die Silhouette der Stadt.

Der ursprüngliche Entwurf des Turmes stammte von dem DDR-Architekten Hermann Henselmann, der mit der Kugelform an den Sputnik-Satelliten erinnern wollte und als Farbe das sozialistische Rot vorschlug. Allerdings überarbeiteten die Architekten Fritz Dieter und Günter Franke sowie der damalige Bauakademie-Präsident Gerhard Kosel den Entwurf, was in den 90er Jahren zu einem erbitterten Streit darüber führte, wem der Turm denn nun zu verdanken sei. Eine herausragende Ingenieursleistung ist das Bauwerk aber auf jeden Fall.

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Diese am 10. August 1966 entstandene Aufnahme zeigt nicht nur die Mode und die Autos(samt Verkehrsdichte)der damaligen Zeit, es stehen auch noch mehrere Häuser, die man kurz danach abriss. Die Pavillons des Fernsehturms errichtete man erst Anfang der 70er Jahre.
Foto: Von Roehrensee - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30923092


Errichtet wurde der Turm in der sogenannten Kletterbauweise - ein innenliegendes Stahlgerüst wuchs immer etwas schneller als der darum gegossene Betonschaft. Eine besondere Schwierigkeit war, in 200 Metern Höhe die Kugel zu montieren. Dabei wurde zunächst das tragende Stahlgerüst der Kugel am Boden zusammengesetzt, dann hievte man einzelne Segmente nach oben und befestigte sie an der Plattform, die den Betonturm oben abschloss. Anschließend hängte man die Kugel an Zugbändern auf, was den Eindruck erweckt, dass die Kugel schweben könnte.

Knapp viereinhalb Jahre betrug die Bauzeit, damit hatte man den Turm in rekordverdächtiger Zeit fertiggestellt. Die Kosten hatten sich aber weniger erfreulich entwickelt - sie beliefen sich ohne die erst später errichteten Pavillons auf gut 132 Millionen Mark und waren damit mehr als vier Mal so teuer wie ursprünglich geplant. Dafür hatte die Hauptstadt der DDR aber den damals nach Moskau zweithöchsten Fernsehturm der Welt errichtet. An Gebäuden war damals auch nur das Empire State Building in New York höher als der Fernsehturm.

Mehr als eine Million Besucher zählt man im Jahr in der Aussichtsetage des Turmes und in dem darüber liegenden Restaurant, das sich in einer halben Stunde einmal um die eigene Achse dreht. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zu 80 Kilometer weit - kein Wunder also, dass sich schon weit über 50 Millionen Besucher aus aller Welt am Alexanderplatz in die Höhe strebten. my

Mehr über Baugeschichte, Technik und Wirkung des Fernsehturms:
https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Fernsehturm
Alles über Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. finden Sie unter
http://www.tv-turm.de/



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