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Platz der Luftbrücke

Ein Ort des Gedenkens

Von Juni 1948 bis Mai 1949 blockierte die sowjetische Besatzung alle Land- , Schienen-, und Wasserwege von den westlichen Besatzungszonen nach West-Berlin. Die Gründe für die Blockade waren vielfältig, der Hauptauslöser war die Währungsreform der drei westlichen Besatzungszonen, die ohne Einbeziehung der Sowjets durchgeführt wurde.

Auf Befehl des Gouverneur der amerikanischen Zone, US General Lucius Clay, wurde am 25. Juni eine Luftbrücke zur Versorgung der Stadt per Flugzeug eingerichtet, bereits am nächsten Tag landeten die ersten Versorgungsflugzeuge in Tempelhof. Über drei Korridore wurde Berlin mit allen benötigten Gütern versorgt, von Nahrungsmitteln über Kohle bis hin zu Baumaterial. In Tempelhof landete in Spitzenzeiten alle 90 Sekunden ein Flugzeug. Insgesamt wurden 2,3 Millionen Tonnen Güter nach Berlin eingeflogen, von denen mehr als die Hälfte Kohle für die Stromerzeugung und zum Heizen waren.

Der Platz der Luftbrücke erhielt seinen Namen bereits wenige Wochen nach dem Ende der Berlin-Blockade. 1951 wurde im vor dem Haupteingang des Flughafen gelegenen Park ein Denkmal für die Luftbrücke eingeweiht, das nach Plänen von Eduard Ludwig gebaut wurde. Das nach Westen ausgerichtete Mahnmal symbolisiert mit seinen drei Streben die drei für die Luftbrücke genutzten Korridore - umgangssprachlich wird es auch als Hungerharke bezeichnet. Eine Inschrift am Sockel erinnert mit Namen an alle bei Unfällen während der Luftbrücke Verstorbenen.



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