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Berliner Dom

Preußens Pracht in der Berliner Mitte

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Berliner Dom 2011 (foto: © idpraxis GmbH)

Die Geschichte des Berliner Doms reicht bis ins Jahr 1465 zurück, als auf der Spreeinsel mit dem Bau einer Domkirche für das neu erbaute kurfürstliche Schloss zu Cölln an der Spree begonnen wurde.

Diese alte Kirche wurde 1747-1750 durch den Bau eines neuen, barocken Doms ersetzt. Friedrich der Große entschied sich für den Bau nach den Plänen von Johann Boumann. Eine Erneuerung des Doms innen und außen erfolgte bis 1822 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel.

Doch schon im 19. Jahrhundert begann man einen Domneubau am Lustgarten zu planen. Nach den Vorstellungen von August Stüler wurde 1842 mit dem Bau des neuen Doms begonnen. Er sollte eine fünfschiffige Basilika erhalten und als imposantes Bauwerk ins Auge stechen. Geringes Engagement und fehlende Mittel führten jedoch dazu, dass die Arbeiten 1848 zum Erliegen kamen.

Nach langem Hin und Her genehmigte Wilhelm II. erst 1891 einen überarbeiteten Entwurf von Julius Carl Raschdorff. Der neue Bau im Stil der barocken italienischen Hochrenaissance konnte 1905 eröffnet werden. Majestätisch ragte die Kuppel, umrahmt von vier Ecktürmen, 114 Meter in die Höhe. Neutestamentliche und kirchenreformatorische Verzierungen schmückten das Gebäude. Der Bau kostete rund 11,5 Mark.

Während des zweiten Weltkriegs blieb der Prachtbau nicht von den Bombenangrifen verschont. 1944 zerstörte eine Flüssigkeitsbombe zunächst die gesamte Kuppelkonstruktion, deren herabstürzende Teile den Boden des Kirchenraums durchschlugen, wodurch die Flammen bis in die Gruft vordringen konnten.

Durch Vandalismus und Witterungseinflüsse wurden in den folgenden Jahren weitere Teile des einst imposanten Gebäudes zerstört. Erst 1953 wurde eine Notüberdachung errichtet, wegen fehlender Gelder für den Wiederaufbau wurden Gottesdienste eine Zeit lang im teilweise noch erhaltenen Gruftbereich abgehalten.

Mit Unterstützung der Evangelischen Kirche und der Bundesregierung konnte im Jahre 1975 mit einem umfangreichen Wiederaufbau des Doms begonnen werden. Die Außenarbeiten wurden 1983 abgeschlossen, die Arbeiten im Innenraum dauerten insgesamt bis 2002 an. Neben dem faszinierenden Innenraum der Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel sind auch die Hohenzollerngruft, das Dommuseum und die Tauf- und Traukirche ein sehenswerter Stop während eines Berlin Besuchs.

Quellen:

Berliner Dom



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