Home

Bundesverdienstkreuz für das Engagement für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

DrJörgKürschner_StiftungHSH.JPGBundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte am 4. Dezember  dem Journalisten Jörg Kürschner das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Damit würdigt er den Vorsitzenden und im Jahre 2003 Mit-Gründer des Fördervereins Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als ideeller und finanzieller Förderer der Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Unter Kürschners Vereinsleitung seien „zahlreiche Projekte aus den Bereichen Bildung, Ausstellung, Forschung, Publikation und Öffentlichkeitsarbeit gefördert worden“, so der Bundespräsident. Dabei stehe vor allem die historisch-politische Bildung von jungen Heranwachsenden im Fokus. Steinmeier lobt außerdem Kürschners Engagement als Zeitzeuge, der Besuchergruppen die Lebensumstände im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis vermittele und Politiker und internationale Delegationen begleite.

Der Jurist Jörg Kürschner wurde 1979 während eines privaten Besuchs in der DDR verhaftet und für sechs Monate in der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Hohenschönhausen inhaftiert, dann verurteilte man ihn wegen staatsfeindlicher Hetze zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis. Sein Vergehen: Er nahm einige Male Literatur in die DDR mit und verteilte sie dort. Ende 1981 wurde er im Rahmen eines Häftlingsfreikaufs aus der DDR ausgewiesen.

Kürschner bezieht die Auszeichnung auf die gesamte Arbeit der Gedenkstätte in Hohenschönhausen. „Gewürdigt wird damit auch das unverzichtbare Engagement meiner vielen Mitstreiter, die die Erinnerung an die schlimmen Menschenrechtsverletzungen der Kommunisten in der DDR-Diktatur wachhalten", erklärte er.

 

veröffentlicht 04. 12 2017 15:29
Trackback | Permalink | 0 Kommentar(e) anzeigen | Kommentar eingeben
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de