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Sanssouci kann man auch am Bildschirm kennenlernen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) weist auf einen neuen Auftritt des Schlosses und des Parks Sanssouci bei "Google Arts & Culture" hin. Auf den Internetseiten kann man virtuell Ausstellungen besuchen, Rundgänge durch den Park unternehmen und das friderizianische Ensemble Friedrichs des Großen kennenlernen. Genutzt werden die Seiten weltweit und neben den heimsichen Kulturgütern kann man auf ihnen auch unglaublich viele unbekannte Dinge entdecken.

Aber die Welt ist auch zu Gast in Sanssouci: Auf den Spuren Friedrichs des Großen (1712-1786) kann man faszinierende Entdeckungen machen, denn neben den Street-View-Rundgängen durch den Park und das auf dem Weinberg gelegene Gebäudeensemble werden in virtuellen Ausstellungen einzelne Aspekte näher beleuchtet und in hochauflösenden Bildern lassen sich auch kleine Details entdecken. Darum hier einzelne Hinweise:

Im Schloss Sanssouci, das Friedrich II. 1745-1747 errichten ließ, können User nicht nur durch die reich dekorierten Räume schreiten, sondern auch die berühmte Bibliothek Friedrichs besichtigen, zu der man in Wirklichkeit keinen Zutritt hat. Oder man sieht sich die Deckendekoration des Konzertzimmers aus nächster Nähe an – das können sonst höchstens die Restauratoren. Und man kann sich vom SPSG-Historiker Dr. Jürgen Luh erläutern lassen, wie sich das Bild Friedrichs des Großen im Laufe der Zeit vom gutmütigen Landesvater zum autoritären Herrscher wandelte – alles hier.

Das überwältigende Gebäude der 1755-1763 von Friedrich eingerichteten Bildergalerie kann ebenfalls entdeckt werden und die SPSG-Sammlungskustodin Dr. Alexandra Nina Bauer stellt herausragende Werke der Sammlung vor. Meisterwerke wie Caravaggios "Ungläubiger Thomas" stehen in großer Auflösung bereit, so dass man sie erstaunlich genau betrachten kann – hier.
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Gesehen hat man die Neuen Kammern schon – aber waren Sie auch drin? Die richtige Werbung für einen Besuch gibt's online ... Foto: my

Die Neuen Kammern, von Friedrich 1771-1775 als Gästeschloss eingerichtet, sind auch vielen regelmäßigen Sanssouci-Besuchern nicht bekannt. Dabei sind die Räume absolut sehenswert. In der Ovidgalerie, in der auf 14 großformatigen vergoldeten Stuckreliefs (Liebes-)Szenen aus Ovids "Metamorphosen" dargestellt sind, werden auch Friedrichs Vorlieben deutlich, wie SPSG-Schlossleiter Daniel Goral erklärt –hier.

Selbstverständlich kann man sich per Street-View-Aufnahmen auch den Park Sanssouci mit den Schlossbauten, Architekturen, Skulpturen und Wasserspielen ansehen. Die virtuelle Ausstellung zum Park zeigt die Kriegszerstörungen in Potsdam und am Schloss Charlottenburg und die vielen Schritte der Wiederherstellung der Schlösser. Die historischen Aufnahmen wurden vom Leiter des Dokumentations- und Informationszentrums der SPSG, Dr. Jürgen Becher, zusammengestellt und erklärt – hier.

Insgesamt lohnt sich ein Besuch bei Google Arts & Culture also durchaus – man bekommt Hinweise auf viele noch nicht wahrgenommene Details und wird damit zu neuen Besuchen angeregt. Da Google unter diesem Dach einen Überblick über die kulturellen Schätze der Welt bieten möchte und bisher dafür mit mehr als 1.000 Organisationen aus über 70 Ländern zusammengearbeitet hat, lohnt sich das Reinschauen erst recht:  https://www.google.com/culturalinstitute/beta/



veröffentlicht 22. 05 2017 10:52
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