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Das Palais Barberini in Potsdam

Seit drei Jahren wird in Potsdam am Alten Markt das Barberini Palais wiederaufgebaut. Auf dem Platz neben dem wiedererstandenen Stadtschloss schafft die das Gebäude finanzierende Förderstiftung Hasso Plattner damit einen prächtigen Rahmen für das Museum Barberini, das am 23. Januar 2017 eröffnen wird und in dem nicht nur die vom Impressionismus geprägte Kunstsammlung Hasso Plattners, sondern auch viele wechselnde Ausstellungen einen Besuch der Stadt nahelegen. Vom 28. November bis zum 4. Dezember 2016 kann man das beeindruckende Gebäude besichtigen.

Das ursprüngliche, dem Palazzo Barberini in Rom nachempfundene Palais entstand 1771/72. Mitte des 19. Jahrhunderts baute man es zu einem Gesellschaftshaus für künstlerische und kulturelle Vereine um und später wurden hier Ämter untergebracht, bis das Haus im April 1945 bei einem Luftangriff schwer beschädigt und 1948 abgerissen wurde. Danach legte man auf dem Grundstück eine kleine Grünfläche und einen Parkplatz an und von 1994 bis 2006 diente der Fleck als provisorischer Spielort des Hans Otto Theaters. Inzwischen ist der Neubau so gut wie fertig und am 23. Januar wird in dem Palais mit seiner rekonstruierten historischen Fassade das Museum Barberini eröffnen.

potsdam_alter_markt_mit_museum_barberini_555.jpgAußenansicht des Museums Barberini. © Museum-barberini.com

Möglich wurde dies durch Hasso Plattner, der einst die Softwarefirma SAP mitgründete und sich seit 2003 mit seiner Stiftung diversen wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Förderprojekten widmet. Im Museum Barberini wird er seine Kunstsammlungen präsentieren, und die haben es in sich - von den Impressionisten besitzt er unter anderem Werke von Monet, Renoir und Sisley, seine hervorragende Sammlung von Kunstwerken aus der DDR war ja bereits in Potsdam ausgestellt und aus dem Bereich aktueller moderner Kunst kann man auch Spannendes erwarten.

Eröffnet wird das Museum Barberini im Januar mit der Ausstellung "Impressionismus. Die Kunst der Landschaft", bei der vom 23. Januar bis zum 28. Mai 2017 Werke aus der Sammlung von Hasso Plattner zu sehen sein werden, aber auch Leihgaben aus anderen Privatsammlungen und internationalen Museen. Künftige wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen sollen übrigens ähnlich zusammengestellt werden.

Das dreistöckige Gebäude hat zwar eine historische Fassade, aber eine moderne Inneneinrichtung. Es verfügt über mehrere Ausstellungssäle, einen Veranstaltungsraum und ein großes Foyer im Eingangsbereich. Die Rückseite des zweiflügeligen Gebäudes liegt an der Spree, im Sommer wird die Treppenanlage sicher oft belegt sein. Im Untergeschoss finden museumspädagogische Angebote Platz und ein Museumscafé wird bei gutem Wetter auch auf dem Marktplatz den Museumsbesuch ergänzen. Es wird ein Ort, den man ab und zu besuchen will, das Palais Barberini - und jetzt kann man erste Blicke reinwerfen. Gezeigt wird eine kleine Ausstellung über die wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte, bei der die Vergangenheit des Palais Barberini anhand zahlreicher historischer Photos und Dokumente in Erinnerung gerufen werden soll. Und die neue Nutzung knüpft ja auch wieder in guten alten Zeiten an.

Besuchertage:
28. November - 4. Dezember 2016
jeweils 12 - 21 Uhr
Zeitfenster-Ticket erforderlich (online oder an der Museumskasse erhältlich)

Palais_Barberini_1910.jpg
1910 wurde in einem Saal des Palais' das erste Potsdamer Kino eröffnet. Die Filmvorführer präsentierten eine Wochenschau und unterhaltsame Kurzfilme - begleitet von einem Pianisten. Fotos: Museum Barberini

 
veröffentlicht 22. 11 2016 16:23
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