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Nicht nur am Bildschirm Zeitung lesen!

Mit den Auflagen der meisten Zeitungen und Zeitschriften geht es bergab. Die Zahl der verkauften Tageszeitungen sank in den letzten zehn Jahren von rund 25 auf jetzt gut 17 Millionen – und wenn die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) mal wieder die aktuellen Quartalszahlen der deutschen Presseerzeugnisse veröffentlicht, wird diese gerade Linie nach unten fortgesetzt.

Dennoch sind die Ergebnisse interessant. So sind die Gesamtverkäufe zwar weiterhin überwiegend rückläufig und Tageszeitungen und Fachpresse schrumpfen, die Wochenzeitungen und Kundenzeitschriften sind aber stabilisiert.

Die Tageszeitungen mit ihren Wochenendausgaben verkauften im 2. Quartal 2016 pro Erscheinungstag durchschnittlich 17,36 Mio. Exemplare, ein Jahr zuvor waren es noch 18,81 Millionen. Einziger Trost bei dem wichtigsten Druckmedium: In die Tageszeitungen schaut man immer öfter online - sogar, wenn man bezahlen muss. Die Anzahl der als ePaper abgesetzten Zeitungen stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um ein Viertel auf 0,91 Mio. verkaufte ePaper‐Exemplare.

Wochenzeitungen wurden fast genauso viele abgesetzt wie vor einem Jahr (von 1,70 auf 1,71 Mio. Exemplare 2/2016). Bei den Publikumszeitschriften (früher auch Freizeitzeitschriften genannt) setzte man statt 97,08 Mio. Exemplaren nur noch 95,32 Millionen ab, der Rückgang ist damit aber nicht mehr so stark wie zuvor. Bei den Fachzeitschriften war die Entwicklung schlechter, hier sank die verkaufte Auflage binnen Jahresfrist von 10,96 auf 10,76 Mio. Stück, und bei den Kundenzeitschriften blieb die Verbreitung auf Vorjahresniveau.

Doch blicken wir nochmals auf die Tageszeitungen, in die die meisten Menschen ja noch immer regelmäßig einen Blick werfen. Im Jahresvergleich gewonnen hat fast nur das Handelsblatt, sonst gab es oft recht schlechte Nachrichten. Bild und BZ verloren laut IVW 11,9 Prozent, die Welt gab um 10,1 Prozent nach, die Süddeutsche Zeitung sank um 3,7 Prozent, die Frankfurter Allgemeine um 3,5 Prozent und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung verlor sogar 9,5 Prozent. Nur die Zeit konnte ihre Auflage bei einer guten halben Million stabil halten – laut Hinweis der IVW aber wohl wegen „mehr Bordexemplaren und Sonstigen Verkäufen“.

Die angegebenen Zahlen findet man bei der IVW, einen guten Überblick über die Entwicklung der Zeitungen in Berlin bietet heute Meedia
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veröffentlicht 21. 07 2016 12:21
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