Home

Puppentheater-Museum Berlin

Wer Kinder hat oder welche betreut, der sollte es kennen, das Puppentheatermuseum in der Neuköllner Karl-Marx-Straße. Es gibt nämlich wenige Orte, die kleine Kinder spannender finden, gibt es hier doch nicht nur liebe, sondern auch ziemlich gruselige Puppen, gibt es nicht nur hübsche Märchenaufführungen, sondern auch Taschenlampenführungen zum Fürchten und nicht nur unvergessliche Kindergeburtstage, sondern auch die Möglichkeit, Puppen selber zu bauen - was übrigens nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gilt.

Geführt wird das Haus von einem Herrn, der mit Puppen quasi groß geworden ist: Nikolaus Hein sammelte Puppen nicht nur, er wurde auch nie zu alt, um mit ihnen zu spielen. Vor drei Jahrzehnten gründete er ein Mobiles Puppentheater-Museum und stellte auf Puppenspielwochen, Fachtagungen und Festivals aus, und das sogar über die Landesgrenzen hinaus. Bei all den Fahrten mit dem LKW, mit Glasscheiben, Vitrinen, Stellwänden und vielen, vielen Puppen war es kein Wunder, dass der Gedanke an ein festes Haus entstand. Die Möglichkeit, nicht nur die Figuren zu präsentieren, sondern auch einen richtigen Ort rund um das Puppen- und Figurentheater zu schaffen, war für den Puppenspieler einfach faszinierend. Und er konnte ihn vor gut 20 Jahren umsetzen.

Puppenthetaermuseum_breit_my_350.jpgAus dem Puppentheatermuseum mitten in der quirligen Karl-Marx-Straße wurde im Laufe der Zeit ein Erlebnisort für Kinder, für Jugendliche und Erwachsene. In schönen Räumen sind auf zwei Etagen ein bis zwei Aussstellungen im Jahr zu sehen und es gibt täglich Führungen für alle Altersgruppen. Die Kinder können nicht nur viel entdecken und spielen, sie lernen auch kennen, was ein Museum ist. Wobei sie auch mal eine Figur ausprobieren können oder von der Marionette Pinocchio erklärt bekommen, wie sie sich bewegt. Man glaubt gar nicht, wie ein Vorturner Kinder in Bewegung halten kann. "In der Ausstellung werden aber auch Hexen gezählt, und sie werden passend zum Alter der Kinder zum Thema", erzählt Nikolaus Hein, "man kann Zehnjährigen an ihnen zum Beispiel bestens erklären, was Toleranz bedeutet".

Ausgesprochen beliebt sind die Taschenlampenführungen, für deren Besuch man aber starken Nerven braucht und acht Jaqhre alt sein sollte. Die Räume werden nämlich verdunkelt, und wenn nur eine einzige Taschenlampe leuchtet, erkennt man die schaurigen Details mancher Puppen viel bisser als sonst. Die vor 20 Jahren entwickelte Idee wurde überigens von vielen anderen Museen übernommen ...

Schulklassen und Theater-AGs kommen auch gern zu Führungen, in denen sie einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Dabei können sie Puppenbau, Puppenspiel und Bühnenbau ebenso kennenlernen wie unterschiedliche Spieltechniken, und wenn gewünscht kann auch ein Workshop folgen.

Und was gibt es noch im Puppentheater-Museum? Einen Theaterraum mit 75 Plätzen und fast täglichen Aufführungen zum Beispiel. Oder 17.236 inventarisierte Exponate, darunter Theaterfiguren, Bühnenbilder, Spieltexte, Fachliteratur, Plakate und bildliche Darstellungen zum Thema Puppentheater aus fünf Jahrhunderten. Oder Erinnerungen, die man nicht vergisst, wenn man das Haus als Kind besucht hat.

Puppentheatermuseum_d_my_250x350.jpgPuppentheatermuseum_c_my_250x350.jpgPuppentheatermuseum_a_my_250x350.jpg

 

Puppentheater-Museum Berlin e.V.

Karl-Marx-Straße 135 
12043 Berlin  


Öffnungszeiten :

Mo - Fr   09:00 - 15:00 Uhr
So         11:00 - 16:00 Uhr


Tel.  +49 (0)30  687 81 32  

Zur Karte
www.puppentheater-museum.de
info@puppentheater-museum.de

veröffentlicht 16. 03 2016 15:39
Trackback | Permalink | 0 Kommentar(e) anzeigen | Kommentar eingeben
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de