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Butoh in Berlin

Butoh ist ein sehr spezieller japanischer Tanz – weiße Körper, schneidende Grimassen, existentielle Regungen, Gefühle an der Grenze zum Erträglichen. Butoh ist in Berlin. Vor allem in der ersten Hälfte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es einen regen Austausch mit japanischen Butoh-Gruppen, aus dem heraus sich verschiedene Ensembles in Berlin etabliert haben. Z.B. die Tänzerin Kaseki Yuko in der Formation cokaseki. Sie tanzte Butoh ursprünglich mit Furukawa Anzu, die, inzwischen verstorben, ursprünglich die bekannte Gruppe Dance Love Machine mit begründete. In aktuellen Projekten arbeitet sie u.a. regelmäßig mit dem Theater Thikwa zusammen. Mit diesem arbeitet auch Tominaga Makiko. Sie war ursprünglich Tänzerin in der bekannten Formation Dairakudakan und kam 1992 nach Berlin – in Verbindung mit dem Company-Projekt Tatoeba. Dabei ist es gerade das Existenzielle und Grenzgängerische am Butoh, das die Arbeit mit geistig behinderten Darstellern beflügelt (Kritik Tagesspiegel). Eine weitere Tänzerin aus dem Umfeld des ehemaligen Tatoeba ist Minako Seki, die seit 1987 in Berlin lebt und zahlreiche Stücke choreographiert und Projekte injiziert hat.

 

Zu neueren Tänzern und Formationen in Berlin zählt z.B. die Motimaru Butoh Dance Company um die Tänzer Kondo Motoya und Tiziana Longo.

 

Im Radialsystem V gab es im Dezember 2009 ein Symposium zu 50 Jahren Butoh mit einer Reihe von Performances.

 

Es existiert eine Newsgroup Butoh-Network, iniziert u.a. von Sonja Heller.
(dr)
veröffentlicht 16. 06 2011 10:56
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