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Reiner Luxus ...

Kosten fürs Wohnen steigen am stärksten in X-berg 

Wenn die Einkommen so steigen würden wie die Kosten für Wohneigentum, wäre das klasse - in den letzten drei Jahren sind die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen nämlich jährlich um mehr als zehn Prozent gestiegen, teilte die Landesbausparkasse mit. Und wo in der Stadt muss man am meisten zahlen? Tatsächlich in Friedrichshain-Kreuzberg, das Mitte nach Angaben der LBS im dritten Quartal als teuersten Bezirk ablöste. Auf den Plätzen zwei und drei folgen jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte. Ihren Kaufpreisspiegel lässt die LBS regelmäßig vom Institut empirica erstellen, die die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen und Online-Portalen auswertet.

In Friedrichshain und Kreuzberg wurde im dritten Quartal 2016 jede zweite Eigentumswohnung für mehr als 3.785 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angeboten, im gehobenen Preissegment liegen die Angebote sogar bei über 4.450 Euro pro Quadratmeter. In Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte sind die Preise ein wnig niedriger (Standard rund 3.600 Euro), den meisten Kaufinteressierten fällt der Erwerb von Wohneigentum aber noch schwerer - Ein Durchschnittshaushalt in Kreuzberg acht, in Charlottenburg fast zehn durchschnittliche Jahresnettoeinkommen hinlegen. Die Ursache: Die angebotenen Wohnungen sind in den bürgerlichen Vierteln einfach größer als in früheren Arbeiterquartieren - in Charlottenburg-Wilmersdorf haben sie durchschnittlich 108 Quadratmeter Wohnfläche.

Der Durchschnitt liegt in Berlin mittlerweile bei 3.100 Euro für einen Quadratmeter und er steigt weiter: Lag die jährliche Preissteigerung im ersten Quartal noch bei 9 Prozent, betrug sie im dritten berlinweit 11,4 Prozent. In Neukölln und in Tempelhof-Schöneberg legten die Wohnungen im vorigen Jahr sogar um gut 16 Prozent zu.

Die unterschiedliche Beliebtheit der Wohnbezirke, die sich seit langem in der Höhe der Mieten spiegelt, ist auch beim Wohneigentum vorhanden - noch. Am günstigsten kann man eine Wohnung in Marzahn-Hellersdorf kaufen, hier liegt der Standardpreis für einen Quadratmeter bei 1.894 Euro, und da man hier mit kleineren Räumen zurechtkommt, sind am Ostrand der Stadt nur 4,2 durchschnittliche Jahresnettoeinkommen eines Berliner Haushalts für eine durchschnittliche Wohnung nötig. Allerdings kostete vor drei Jahren ein Viertel aller Wohnungen in Marzahn-Hellersdorf noch keine 1.000 Euro pro Quadratmeter - auch hier ändern sich die Zeiten.

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Empirica hat übrigens auch errechnet, ob es sich lohnt, eine Wohnung zu kaufen oder ob man Mieter bleiben sollte. Im Ergebnis sind Wohnungskäufer in zwei von drei Bezirken im Vorteil . Am meisten in Lichtenberg, Reinickendorf, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Neukölln, denn in diesen Bezirken soll man mit dem Kauf langfristig noch günstiger fahren können als mit der Miete. In Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf steigen zwar die Mieten, aber das Kaufen ist inzwischen noch teurer. Gerechnet haben die Statistiker übrigens mit 25 Prozent Eigenkapital beim Kauf, zwei Prozent Zinsen und drei Prozent Tilgung. Die niedrigen Zinsen sind wohl auch der Hauptgrund dafür, dass trotz der steigenden Preise noch Wohnungen verkauft werden.
 

veröffentlicht 05. 12 2016 15:44
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