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Bundesstraße Richtung Flughafen

Nicht zu glauben: In der Karl-Marx-Straße wird gebaut!

Es muss einfach Spass machen, auf Presseterminen gute Nachrichten zu verbreiten - warum würde man sonst den weiteren Ausbau einer Straße verkünden, an der schon seit anno 2010 gebaut wird?  Zum ersten Spatenstich vor sechs Jahren (es war wohl am Karl-Marx-Platz) bedauerte der damallige Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, dass er in seiner Amtszeit nicht das Ende der Arbeiten am Hermannplatz erleben kann. Jetzt eröffnete seine Nachfolgerin Dr. Franziska Giffey einen neuen Bauabschnitt, der von der Uthmann- bis zur Briesestraße reicht - und damit wird Ende 2017 immerhin schon fast die halbe Strecke vollendet sein. Der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, lobte nichtsdestoweniger, dass mit den baulichen Maßnahmen die Aufenthaltsqualität der Straße verbessert und "eine größere Identität mit dem Kiez" geschaffen werde. Aber der Kiez ist bekanntlich seit Langem im Wandel.

In dem neuen Bauabschnitt werden nun an  manchen Stellen die Gehwege ein wenig verbreitert und man pflanzt junge Bäume. Neue Straßenlaternen wird man auch aufstellen, sie sollen in Zukunft auch den Gehweg richtig ausleuchten. Außerdem will man noch Sitzgelegenheiten schaffen.

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Seit Jahren ist das Durchkommen an der wichtigsten Einkaufsstraße Neuköllns nicht einfach und nur in einer Richtung möglich. Man beachte die interessante Aufstellung der Verkehrsschilder.  

Auf der Bundesstraße - bei der vor Jahren sogar überlegt wurde, ob man nicht eine Fußgängerzone daraus machen könne - erhalten Rad- und Autofahrer jeweils eine eigene Fahrspur pro Richtung, und um der wachsenden Zahl der Radfahrer auch Parkmöglichkeiten zu geben, werden zahlreiche neue Radbügel aufgestellt. Da das Queren einer Straße bei vielen Fahrradfahrern nicht unbedingt einfacher wird, legt man auch neue Mittelinseln an, selbstverständlich barrierefrei. Aufgestellt werden auch künstlerisch gestaltete Bauelemente, die in einem Bewohner-Wettbewerb ausgewählt wurden; die Rede ist von einer „Kunstpollerwolke“.

Da der Straßenabschnitt rund um den U-Bahnhof Karl-Marx-Straße liegt, wird auch der Tunnel der U-Bahnlinie 7 abgedichtet und man baut einen Fahrstuhl ein, der bisher hier fehlte. Dass die U-Bahn hier entlangläuft, hat übrigens auch Vorteile für die Bauarbeiten: Die Leitungen und Kabel laufen in der Regel entlang der Tunnel und können dadurch relativ einfach erneuert werden.

Wenn die Arbeiten an dem Bauabschnitt Ende 2017 abgeschlossen sein sollten, will man die Baustelle 2018 bis zur Weichselstraße vorantreiben. Ein Termin, wie lange dort gebaut werden soll, wurde in der Pressemitteilung des Bezirksamtes nicht genannt. Die Aufenthaltsqualität der zentralen Geschäftsstraße Neuköllns soll ja auch dauerhaft gesteigert werden ...

veröffentlicht 06. 04 2016 16:50
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