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Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert erneut Restaurierung der Friedenskirche

Friedenskirche_wiki commons CC BY-SA 30.jpgGesehen hat sie schon jeder, der Sanssouci besucht, dennoch führt die Friedenskirche angesichts der vielen weiteren Welterbe-Bauten ringsum ein bescheidenes Dasein. Und das mit Folgen: die Dächer über den Seitenschiffen sind kaputt, das wertvolle venezianische Apsismosaik aus dem frühen 13. Jahrhundert muss gesichert werden und der Glockenturm hat Schäden – die Potsdamer Friedenskirche braucht einfach Hilfe. Daher startete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2015 eine bundesweite Spendenkampagne, in deren Rahmen nun zum zweiten Mal ein Scheck an die SPSG übergeben wird.

Ende Oktober hat man die Kirche eingerüstet, die Wiederherstellungsarbeiten haben also begonnen. Im ersten Bauabschnitt will man die Dächer der Seitenschiffe neu decken und Rinnen, Fallrohre sowie die schwammbefallenen Dachkonstruktionen erneuern. Hinzu kommt die Sanierung von schadhaften Mauerwerksbereichen und Putzflächen, von der Blitzschutzanlage und den Elektroinstallationen. Im zweiten Bauabschnitt wird das Apsismosaik restauriert und man will die planerischen Grundlagen für die Sanierung des Glockenturms (Campanile) schaffen.

Die Friedenskirche ließ Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) bauen, entworfen wurde sie vom Hofarchitekten Ludwig Persius (1803-1845) und nach dessen Tod sorgte Friedrich August Stüler (1800-1865) für die Fertigstellung. Die Kirche ist eine dreischiffige Säulenbasilika ohne Querhaus mit einem 42 Meter hohen Campanile, Vorbilder waren oberitalienische Klosterbauten und ein idealisierter Kupferstich von San Clemente in Rom.
Friedenskirche_Apsis.jpgBlick in die Apsis der Potsdamer Friedenskirche: Christus steht zwischen Maria und Johannes d.T., oben fliegt die Taube des Heiligen Geists.  Das Mosaik befand sich ursprünglich in einer 1109 geweihten Kirche bei Venedig, die abgerissen werden sollte. Friedrich Wilhelm IV. ließ es 1834 noch als Kronprinz für 385 Taler ersteigern und auf dem Wasserweg nach Potsdam bringen.


veröffentlicht 21. 11 2017 10:26
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