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Seltsam, es sind noch Zimmer frei in den Berliner Hotels ....

Angebot und Nachfrage passen nicht recht zusammen: nur die Hälfte der Betten war belegt im letzten Jahr.

Nicht nur gefühlt kommen Jahr für Jahr mehr Touristen nach Berlin.  Gleichzeitig wächst das Angebot an Betten in neu hinzugekommenen Hotels fullminant wieter an. Allein rund um den Hauptbahnhof sind vom 5-Sterne Hotel Steigenberger bis hin zum A&O Hostel fünf große Häuser neu eröffnet worden. Im eher kurzen Zeitraum Dezember 2013 bis Juli 2014 ist das Angebot aller Berliner Beherbergungsbetriebe um knapp 2.700 auf 135.290 Betten gestiegen.

Daher haben wir uns die Frage gestellt, wie es den Berliner Hotels zur Zeit geht und haben uns dazu einige Zahlen vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg angesehen. 2013 kamen insgesamt 11,3 Millionen Besucher nach Berlin, die 29,6 Millionen Übernachtungen buchten, davon 43% von Gästen aus dem Ausland. Die Auslastung aller Beherbergungsbetriebe lag damit bei 56,4% der Betten, was einer Zimmerauslastung von 72,2% entspricht. Bei Touristen ist die beliebteste Reisezeit der August:  im letzten Jahr kamen allein in diesem Monat 1,3 Millionen Gäste nach Berlin - dagegen waren es im Januar nur knapp 680.000 Gäste. Populärster Bezirk ist mit Abstand Berlin-Mitte: hier nächtigten allein schon 4,5 Millionen der 11,3 Millionen Besucher.  Glücklicherweise ist das Angebot  in Mitte mit 50.000 Betten reiner Schlafkapazität auch am größten.

Aber die City-West zieht natürlich nach: neben dem renommierten Walldorf-Astoria (mit Preisen für Botschafter-Suiten um die 2800 Euro) kommt nun ein weiterer Skyscraper unter der Bezeichnung \"Upper West\" mit integriertem Hotel und einem frischen Bettenangebot verteilt auf über fast 600 Zimmer. Wollen wir hoffen, dass sich die Hotelinvestoren nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen.

Vergleicht man die Berliner Belegungszahlen mit denen anderer europäischer Metropolen, so gibt es für Berlin durchaus noch Luft nach oben: In London lag die Zimmerauslastung 2013 bei 82%, in Paris bei 80%, in Dublin bei 79% und in Hamburg bei 78%. Aber vielleicht wird dort auch nicht ganz so heftig investiert?

av/ju

veröffentlicht 14. 11 2014 17:28
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