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Oft fehlt die Einsicht

Verkehrskontrollen zum Schulbeginn sind nötig

Gut 32.000 Kinder hatten in der vorigen Woche ihren ersten Schultag. Mit dem neuen Lebensabschnitt warten viele neue Aufgaben auf die Fünf- und Sechsjährigen, nicht nur in, sondern auch auf dem Weg zur Schule. Damit der möglichst gut gelingen kann, versuchte auch die Polizei, alle Verkehrsteilnehmer wieder einmal an allgemein verträgliches Verhalten zu erinnern.

Fast alle Kinder müssen das richtige Verhalten im Straßenverkehr erst noch lernen und auf die vielfältigen Gefahren hingewiesen werden. Die Polizei achtete daher besonders auf Verstöße, die sie bei Kontrollen in der Nähe von Schulen feststellen konnte. Es gab also viele Geschwindigkeitskontrollen vor Grundschulen und Kitas und es wurde auf den Schulwegen auf Fahrzeugführer, Radfahrer und Fußgänger geachtet, was zu unzähligen Gesprächen und Ermahnungen führte. Da in den letzten Jahren Kindersitze in den Autos immer öfter nicht richtig genutzt wurden, achteten die betieligten Polizisten auch darauf, und Verkehrssicherheitsberater boten Erstklässlern und Eltern spezielle Fußgängertrainings an und gaben Hinweise zum sicheren Verhalten auf dem täglichen Schulweg. Dies wird in den folgenden Wochen übrigens fortgesetzt.

Interessant ist aber doch, wie oft sich Verkehrsteilnember trotz der angekündigten Kontrollen nicht korrekt verhielten. Auf den Straßen, in denen wegen der vielen Kinder besonders vorsichtig hätte gefahren werden müssen, zählte man 4.700 Geschwindigkeitsüberschreitungen und man hielt 5.283 Kraftfahrer und 1.235 Radfahrer nach einem Fehlverhalten an, um ihnen vernünftigeres Fahren nahezulegen. Auch die Eltern hätten besser wegkommen können - sie schnallten ihre Kinder oft nicht an oder befestigten die Kindersitzen nicht richtig. In 132 Fällen waren die Verstöße so drastisch, dass Anzeigen gefertigt wurden.

Rekordhalter war ein 19-jähriger Autofahrer in Spandau, der an einer Grundschule mit 68 Stundenkilometern vorbeibrauste, obwohl nur 30 km/h erlaubt waren. Seine Probezeit war nach eigenen Angaben bereits wegen zu schnellen Fahrens verlängert. Bei einem anderen Fahrer maß man nach zuviel Speed vor einer Grundschule gut zwei Promille - und das zur Mittagszeit. Die meisten Vergehen waren aber harmloser - zum Beispiel die 1.000 Halt- und Parkverstöße, bei denen meist Eltern ihre Kinder zur Schule fahren mussten ... 

veröffentlicht 20. 09 2016 09:26
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