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Urban Gardening - Holt das Grün in die Stadt!

UrbanGardening_1Holt das Grün in die Stadt! So lautet der Leitspruch der neuen Gärtner, die den traditionellen Lebensstil des Gärtnerns aufleben lassen und neu interpretieren.

Überall wird jetzt gepflanzt. Auch wer keinen eigenen Garten hat, kann sich selbst mit Grünzeug versorgen und sich an der Begrünung der Hauptstadt beteiligen. An öffentlichen Plätzen setzen seit einiger Zeit Hobbygärtner Blumen und Gemüse an, das sogenannte Urban Gardening blüht auf.

Die "Guerilla-Gärtner" erobern Freiräume für Pflanzen und treiben den Anbau von Lebensmitteln in Wohngebieten voran.  Varianten des Urban Gardening sind, neben einfachen Balkongärten, auch der interkulturelle Stadtgarten sowie Buttermilch-Moos-Attacken auf nackten Betonflächen.

Ziel der urbanen Gärtner ist es, der Natur ihren Spielraum zu geben. Illegale Pflanzaktionen, wilde Dachgärten sowie individuelle Balkonbeete und offene Gemeinschaftsgärten machen die Städte wieder grüner. Freie Flächen um Straßenbäume sind besonders gut geeignet. Die Ergebnisse finfet man aber nicht nur am Straßenrand sondern auch in den sogenannten Bürger- oder Nachbarschaftsgärten.

561832_web_R_K_B_by_Peter Smola_pixelio.de.jpgNeben dem dekorativen Effekt sorgt das Urban Gardening auch für eine Verbesserung des Mikroklimas. Zudem ermöglichen derartige Projekte dem Großstädter das Verständnis für die Herkunft und den Anbau von Nahrungsmitteln. Idealerweise entwickelt sich ein Gespür für Saisonabhängikeit und das Bedürfnis auf regionale Ware zurückzugreifen.

Arbeiten mehrere Hobbygärtner zusammen, wird die Arbeit erleichtert und soziale Verbindungen untereinander werden gefördert. Nachbarn finden zusammen und hässliche Straßen werden schöner. Vergessene Areale werden zu Lehr- und Versuchsgärten für Jung und Alt.

In Deutschland konzentriert sich die Urban-Gardening-Szene vor allem auf Berlin. Die Webseite urbanacker liefert Informationen über viele grüne Flecken in der Hauptstadt.

Auf Webforen und Blogs zeigen die Anhänger der Bewegung gern Vorher-Nacher-Bilder und tauschen sich über die unauffälligsten und sichersten Pflanzmethoden aus. Praktische Tipps erhält man auch vom Naturschutzbund, der zeigt, was man wo wie pflanzen sollte.

Bildquellen: Oben, Alexandra H. | Unten, Peter Smola  / pixelio.de

veröffentlicht 18. 04 2012 14:33
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