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Das ehemalige Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen wird saniert

Hoher Besuch kommt in die Gedenkstätte

Am 11. August wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes in Hohenschönhausen besuchen. Der Grund: Sie informiert sich zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, über anstehende Baumaßnahmen in der Gedenkstätte, für die der Bund dem Land Mittel zur Verfügung gestellt hat.

Für 8,8 Millionen Euro kann man bis in den nächsten Herbst alle historischen Oberflächen denkmalgerecht sanieren und neue museale Bereiche und Seminarräume einrichten. Nach Abschluss der Arbeiten wird das gesamte Gefängnis barrierefrei zugänglich sein. 2013 wurden in einem ersten Bauabschnitt bereits eine große Dauerausstellung sowie ein Besucherzentrum mit Cafeteria, Buchladen und Filmräumen realisiert.ie Gedenkstätte in Hohenschönhausen hat bereits jetzt fast eine halbe Million Besucher im Jahr.

Bei ihrem Besuch trifft Merkel nach einem Rundgang mit Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe den ehemaligen politischen Häftling Arno Drefke – einen Mann, den die DDR nicht nur einsperrte, sondern auch noch gleichzeitig für sich arbeiten ließ: Er war im August 1961 als Strafgefangener in Berlin-Hohenschönhausen mit der Erstellung von Konstruktionsunterlagen für den Bau der Berliner Mauer betraut.

Anschließend werden die Besucher gemeinsam einen Kranz am Gedenkstein für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft niederlegen, dann besichtigt die Kanzlerin die Dauerausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen: Zeugnisse politischer Verfolgung 1945-1989“ – eine Besichtigung, die man wenigstens einmal auch selber unternehmen sollte. Alle Infos zu der Gedenkstätte findet man unter www.stiftung-hsh.de.

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Die Kanzlerin wird Zellen im Stasi-Gefängnis besuchen, hier eine typisch eingerichtete im Neubau.  
Foto: © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

veröffentlicht 04. 08 2017 12:50
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