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Hackesche Höfe

Prunkstück industrieller Baukunst

Hackesche Höfe
© Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

Der Hackesche Markt, benannt nach einem Stadtkommandanten unter Friedrich dem Großen namens Hans Christoph Friedrich Graf von Hacke benannt, lag in der Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte. In unmittelbarer Nähe dieses Platzes entstanden in den Jahren 1905-1907 die Hackeschen Höfe.

Nachdem mehrere Grundstücke zwischen der Rosenthaler Straße und der Sophienstraße zusammengelegt wurden, baute man in den Jahren 1906-1907 die Hackeschen Höfe auf einer Grundfläche von insgesamt 9.200 qm. Es entstand die größte Wohn- und Gewerbehofanlage Deutschlands mit acht Innenhöfen. Vorlage dafür waren die Entwürfe des Architekten Kurt Berndt.

Fester Bestandteil seines Konzepts war die kulturelle Nutzung des ersten Hofs. Dieser Hof wurde vom Jugendstil Architekten August Endell mit einer aufwendigen Fassade aus farbig glasierten Verblendziegeln gestaltet. Im ersten Hof befanden sich zwei Festsäle, welche ebenfalls von Endell gestaltet wurden und größtenteils für Vereinsversammlungen und Feiern der Bürger genutzt wurden.

Kleinere Bekleidungsunternehmen, Banken, Büros und weitere gewerbliche Mieter teilten sich die restlichen Höfe mit privaten Mietern, deren Wohnungen an benachbarte Friedhofe angrenzten und fernab der Straßen lagen. Die Wohnsituation in den Hackeschen Höfen entsprach modernsten Standards. Die benachbarten Grünflächen, Balkone, Innenbäder und Heizungen sowie die Begrünung der Innenhöfe stellten eine enorme Erhöhung der Lebensqualität der rund 80 Mieter im Vergleich zu gängigen, damaligen Wohnverhältnissen in Berlin dar.

Während des zweiten Weltkrieges und später auch in der DDR wurden die Festsäle teilweise zweckentfremdet genutzt, die Gebäude verfielen zunehmend. Die Fassade des ersten Hofes wurde im Jahr 1950 nur durch den beherzten Einsatz einiger Mieter gerettet, die Straßenfassade wurde 1960 fast komplett zerstört. Ende der Siebziger Jahre wurde der Gebäudekomplex unter Denkmalschutz gestellt.

Von 1990 bis 1997 fand eine aufwendige Sanierung der einmaligen Anlage statt. Diese umfasste neben der Erneuerung und Sanierung von Fassaden auch umfangreichere Aus- und Umbauten sowie denkmalpflegerische Aspekte.

Die Hackeschen Höfe waren und sind ein gelungenes Beispiel eines Mischnutzungskonzeptes in Form von Wohn-, Gewerbe- und Kulturangeboten auf engem Raum. Ähnlich dem ursprünglichen Konzept des Architekten Kurt Berndt ist auf einer Gesamtmietfläche von rund 25.000 qm heute eine enorme Vielfalt an kulturellen und gastronomischen Angeboten in historischem Ambiente zu finden. Das Gebiet rund um den Hackeschen Markt, von welchem die Hackeschen Höfe das Herzstück bilden, ist sowohl für Berliner als auch Berlin-Touristen eine sehenswerte Attraktion der Stadt. Daher ist der Hackesche Markt aus dem Berliner Nacht- und Kulturleben nicht mehr wegzudenken und allemal eine Besichtigung wert.

Quellen:

Geschichte der Hackeschen Höfe

Homepage der Hackeschen Höfe

Entwicklung der Hackeschen Höfe

Hackesche Höfe



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