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15.06.2017 - 03.10.2017

Der Kuss - von Rodin bis Bob Dylan

Nichts kann bei uns Liebe und Zuneigung besser ausdrücken als ein Kuss, und dann macht Küssen fast allen Menschen auch noch Spaß. Kein Wunder also, dass sich die Kunst zu allen Zeiten mit dem Motiv beschäftigt hat. Man findet Darstellungen von Küssenden bei den alten Griechen ebenso wie in mittelalterlichen Handschriften und in jüngerer Vergangenheit hat die beliebte Handlung auch erhebliche Spuren in unserer Kulturlandschaft hinterlassen, wobei der Kuss immer weniger romantisch dargestellt wird und man ihn eher als Ritual zur Werbung für unterschiedliche Interessen nutzt.

kuss_Rodin.jpgIn quasi allen Kunstepochen ist der Kuss präsent, ganz besonders vielleicht im späten 19. Jahrhundert, und in diesem Zeitraum setzt die Ausstellung im Bröhan-Museum ein. Die wohl bekannteste Darstellung eines Kusses ist die abgebildete, die Auguste Rodin vor rund 130 Jahren schuf. Im Jugendstil pflegte man dann eher die ornamentalen Qualitäten des Motivs und "im Symbolismus hatten die tödlichen Küsse von Sphinx, Vampir und Co. Konjunktur", wie die Ausstellungs-Ankündigung beschreibt. Expressionisten fanden den Kuss auch sehr darstellenswert, wahrscheinlich wurde das Motiv immer in schlechten Zeiten besonders beliebt. Seit 68 wird der Kuss jedoch vor allem genutzt, um gesellschaftliche Themen zu transportieren - es geht meist um Identität, Feminismus oder (Homo-)Sexualität und es werden Meinungen vertreten, die sich als basisdemokratisch, antisexistisch, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch, nachhaltig u.ä. bewerten. Aus Spaß an der Sache wird in der Kunst wohl nur noch selten geküsst.

Die Ausstellung spürt daher "der komplexen Bedeutung des Kusses" nach und zeigt eine bunte Sammlung von Kuss-Darstellungen in den Bereichen Malerei und Grafik, Skulptur und Angewandte Kunst sowie Beispiele aus Fotografie, Film, Videokunst, Installation, Performance, Medizingeschichte und Werbung. Auch die Reihe der ausgestellten Künstler ist interessant: Zu sehen sind Werke von Auguste Rodin, Franz von Stuck, Edvard Munch, Peter Behrens, Juergen Teller, Timm Ulrichs, Marina Abramović, Cornelia Schleime, Bob Dylan und vielen anderen - alles nachzulesen in einem entschiedenen Katalog.

Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.kuss_nezaket-ekici_emotion-in-motion.jpg
"Emotion in Motion" ist diese 2002 in Mailand aufgenommene Performance Installation mit Nezaket Ekici überschrieben. Als schönste Nebensache der Welt kommt einem der Kuss dabei nicht unbedingt vor. (Foto: Roberto Marossi)


 
Eintritt:  9/6 
URL:  http://www.broehan-museum.de/aktuelles/kuss-von-rodin-bis-bob-dylan/


Zur Umkreissuche   Anschrift
Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a
14059 Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf
 
Telefon:  +49/(0)30/326 906 00
Telefax:  +49/(0)30/326 906 26
Email:  info@broehan-museum.de
URL:  http://www.broehan-museum.de
 
 
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