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09.11.2018 - 11.03.2019

FREIHEIT - Die Kunst der Novembergruppe 1918-1935

Während der Revolution von 1918/19 gründete sich in Berlin die Novembergruppe als "Vereinigung der radikalen bildenden Künstler". Viele Größen der Klassischen Moderne zählten zu ihren Mitgliedern, aber auch Künstlerinnen und Künstler, die man noch wiederentdecken könnte oder sollte. Sie alle wollten nach Krieg und Kaiser am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mitwirken.

Hannah-Hoech_Der-Zaun_1928.jpg
Rechts "Der Zaun" von Hannah Hoech, 1928 gemalt. Fotos: Berlinische Galerie

In dem Verein trafen sich Vertreter aller Stilrichtungen der Bildenden Kunst, wichtig war vor allem das künstlerische Eintreten für eine neue, moderne Zeit. Von 1919 bis 1932 realisierte die Novembergruppe knapp 40 Ausstellungen, veröffentlichte zahlreiche Publikationen und veranstaltete Konzerte, Lesungen, Feste und Kostümbälle. So wurde die Novembergruppe auf vielen Ebenen zur prominenten Kunstvermittlerin der Moderne und sorgte für Gesprächsstoff und Auseinandersetzungen. Radikale Ästhetik und Freude am Experiment sollten die Wahrnehmung des Publikums erweitern, die Kunst aus den privilegierten Millieus befreien und die neue Gesellschaftsordnung unterstützen - aber damit stieß die umtriebige Vereinigung die Konservativen vehement vor den Kopf. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten war die Novembergruppe am Ende.

Die jetzige Ausstellung zum 100. Geburtstag der "bekanntesten unbekannten Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten" ist die allererste umfassende Überblicksschau und zeigt 119 Werke von 69 Künstlerinnen und Künstlern, darunter 48 Gemälde, 14 Skulpturen, 12 Architekturmodelle und -zeichnungen, 27 Grafiken und 5 Filme, die fast alle in den Ausstellungen der Novembergruppe zu sehen oder in ihren Zeitschriften abgebildet waren.

Hans-Poelzig_Entwurf-Bahnhof-Friedrichstrasse.jpgHans Poelzig entwarf dieses Hochhaus am Bahnhof Friedrichstraße 1921. © Architekturmuseum TU Berlin

Neben den Stars der Avantgarde, Rudolf Belling, Otto Dix, Otto Freundlich, Walter Gropius, Georg Grosz, Hannah Höch, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Piet Mondrian, Mies van der Rohe, Max Pechstein, Georg Scholz, Kurt Schwitters u.a. sind auch (Wieder-) Entdeckungen z.B. von Max Dungert, Walter Dexel, Paul Goesch, Hans Siebert von Heister, Oswald Herzog, Issai Kulvianski, Emy Roeder, Georg Tappert, Karl Völker oder Ines Wetzel zu sehen. Zahlreiche Werke stammen aus der Sammlung der Berlinischen Galerie, die weltweit die umfangreichsten Bestände zur Novembergruppe besitzt.

Katalog zur Ausstellung (Prestel Verlag): 272 Seiten, Deutsch und Englisch, 269 Abbildungen, Preis Museumsausgabe: 34,80 Euro (ISBN: 978-3-7913-6857-3). Preis Buchhandelsausgabe: 48,- Euro (ISBN: 978-3-7913-5780-5).
 


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Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
 
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