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13.07.2019 - 06.10.2019

Wege des Barock

Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom

Es ist schön, dass einem im Potsdam Italien architektonisch sehr oft begegnet. Beim "Sommerfestival Italien"steht aber die Ausstellung über Barock-Marlerei im Mittelpunkt, die am 13. Juli im Museum Barberini eröffnet. Gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg lädt das Museum dazu ein, den Ausstellungsbesuch gleichzeitig auf die italienisch inspirierten Bauten und Skulpturen in Sanssouci auszuweiten - mit dem digitalen Wanderführer der Barberini App, gesprochen von Günther Jauch.

Papst Urban VIII. machte im 17. Jahrhundert Rom zum Zentrum des Barock, von hier strahlte der neue Kunststil nach ganz Europa aus. In der Ausstellung "Wege des Barock" sind nun 54 Meisterwerke aus den Sammlungen des Palazzo Barberini und der Galleria Corsini zu sehen, darunter eines der frühen Werke Caravaggios, sein 1597-99 entstandenes Gemälde Narziss.

barb_Barock_caravaggio_narziss_1598-99.jpgCaravaggio (1571-1610), Narziss, 1597-1599, Gallerie Nazionali di Arte Antica, Rom Foto: © Gallerie Nazionali di Arte Antica, Rom / Mauro Coen

Caravaggio stieß mit seiner Konzentration auf den entscheidenden Moment einer Erzählung eine neue Kunst an. Wie auf einer Bühne werden die Figuren schlagartig ins Licht gesetzt. Diese Bildmittel lösten ausgehend von Rom eine europäische Gegenbewegung zur Vergeistigung und Verklärung barocker Darstellungen aus und führten zu einem Realismus, der mit seiner Härte bis heute fasziniert. Mit Caravaggios Narziss steht ein Gemälde im Zentrum der Ausstellung, das mit seinem Thema der enttäuschten Selbstliebe für diesen Aktualitätsbezug beispielhaft ist.

Der Palazzo Barberini birgt eine der wichtigsten Sammlungen römischer Barockmalerei. Zusammen mit dem Palazzo Corsini beherbergt er heute die italienische Nationalgalerie. Wege des Barock zeigt erstmals eine repräsentative Auswahl dieser Malerei in einer Ausstellung. Sie zeichnet die von Michelangelo Merisi da Caravaggio inspirierte Entstehungsgeschichte der römischen Barockmalerei nach und verfolgt mit deren Ausstrahlen nach Europa Entwicklungen nördlich der Alpen ebenso wie in Neapel. Diese europäische Dimension wird auch mit der Rezeption in Deutschland thematisiert und als Schlaglicht die Sammeltätigkeit Friedrichs II. einbezogen, der für das Neue Palais in Potsdam Werke von Artemisia Gentileschi, Guido Reni und Luca Giordano erwarb.Bei der Beantwortung der Frage, wie die europaweite Sehnsucht nach Italien auch Friedrich II. dazu brachte, Potsdam nach italienischen Vorbildern zu errichten,kann ein Blick auf den Palazzo Barberini in Rom sicherlich helfen.

Die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom versammelt 56 Meisterwerke. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Namensschwestern in Rom und Potsdam und verdankt sich der Zusammenarbeit von Maurizia Cicconi und Michele Di Monte, Kuratoren der römischen Nationalgalerien, und Inés Richter-Musso, Gastkuratorin des Museums Barberini in Potsdam.

barb_barock_ribera_venere_raggiunge.jpgbarb_barock_stom.jpgLinks "Venus und der sterbende Adonis", 1637 von Jusepe de Ribera (Lo Spagnoletto) gemalt, rechts "Samson und Delila" von Matthias Stom (1589/90-1650). Beide Bilder stammen aus der Gallerie Nazionali di Arte Antica, Rom
Fotos: © Ministero per beni e le attività culturali - Gallerie Nazionali di Arte Antica
(Stom: Istituto Max Planck per la storia dell'arte, Photo: Enrico Fontolan)

 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Museum Barberini
Humboldtstraße 5-6
14467 Potsdam
 
Telefon:  0331 97992-185
Telefax:  0331 97992-183
Email:  info@museum-barberini.com
URL:  http://museum-barberini.com/
 
 
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