Home

23.11.2017, 19:00 Uhr

Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte

Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums

Unter dem Titel "Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte" startet eine dialogische Ringvorlesung des Jüdisch-Islamischen Forums in die dritte Runde. In sechs Vorlesungen werden brisante Fragen zu den Menschenrechten aus jüdischer und islamischer Perspektive diskutiert. Seit der Deklaration der Menschenrechte von 1948 gelten diese Prinzipien als ein universelles Wertesystem. Da sie jedoch im christlich-europäischen Kontext formuliert wurden, gibt es auch Kritik an diesem universalen Anspruch.

Die Ringvorlesung fragt, wie Judentum und Islam die Menschenrechte innerhalb ihrer Traditionen auslegen. Experten beider Religionen setzen sich mit der Frage auseinander, ob und auf welche Weise konkrete Menschenrechte wie das Recht auf Leben, auf Meinungsfreiheit, auf Geschlechtergerechtigkeit und auf Religionsfreiheit innerhalb ihrer Religionen theologisch begründet und in der Praxis umgesetzt werden können. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.

Zum Start der Ringvorlesung am 23. November diskutieren Shaheen Sardar Ali und Jill Jacobs über das Thema Menschenrechte und Religionen - ein Widerspruch?.
Menschenrechte gelten als säkulares Wertesystem, das in der christlichen Tradition verwurzelt universelle Geltung beansprucht. Dabei haben auch jüdische und islamische Traditionen über Jahrhunderte ethische Maßstäbe entwickelt, die für ihre Anhänger verbindlich sind. Wo bestehen Spannungsfelder zwischen diesen Normen? Wo liefern Judentum und Islam Anknüpfungspunkte an einen zeitgenössischen Menschenrechtsdiskurs oder besteht gar eine Unvereinbarkeit zwischen beiden?

Shaheen Sardar Ali ist Professorin der Rechtswissenschaften an der University of Warwick und war 2000/01 in Pakistan die erste Vorsitzende der National Commission on the Status of Women. Sie hat zahlreiche Arbeiten zu Frauen- und Kinderrechten veröffentlicht.
Jill Jacobs ist Rabbinerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation "T'ruah: The Rabbinic Call for Human Rights", die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzt.

Die Veranstaltung findet im Saal der W. Michael Blumenthal Akademie (gegenüberliegende Straßenseite des Jüdischen Museums) auf Englisch mit deutscher Simultanübersetzung statt. Der Eintritt ist frei, man muss sich aber unter Tel. 030-25993 488 oderonline unter www.jmberlin.de/ringvorlesung anmelden, heir erfährt man auch mehr über die einzelnen Vorlesungen.

Weitere Termine der Ringvorlesung:
25. Januar 2018: "Menschenrechtsabkommen und ihre Rezeption"
8. März 2018: "Das Recht auf Leben"
12. April 2018: "Wie viel Kritik vertragen Judentum und Islam?"
3. Mai 2018: "Gleich vor Gott und den Menschen?"
14. Juni 2018: "Mein Gott, dein Gott, kein Gott"


 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Jüdisches Museum
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg
 
Telefon:  030 - 25 99 33 00
Email:  info@jmberlin.de
URL:  www.juedisches-museum-berlin.de
 
 Rubriken: 

Ausflüge und Touren
Trips mit Kids

Sehenswertes
Gebäude und Architektur

Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de