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15.03.2018 - 16.03.2018

Beschlagnahmte Kunst in ehemaligen deutschen Ostgebieten

Symposium der Forschungsstelle "Entartete Kunst"

dbek.jpgDie Forschungsstelle "Entartete Kunst" der Freien Universität betreibt eine Datenbank, die Kunstwerke verzeichnet, die von den Nationalsozialisten verfemt und beschlagnahmt wurden (hier zu finden). Da sie gerade wieder erweitert wird, findet Mitte März eine internationale Konferenz zu den Themen Beschlagnahmen und Verfemungen moderner Kunst in den ehemals deutschen Städten Stettin, Breslau und Königsberg statt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich in ihren Vorträgen mit den damals staatlich gesteuerten Aktionen und ihren Folgen. Eine wichtige Rolle während der Konferenz spielt die nun vollständige Veröffentlichung aller damals von der Beschlagnahme aus öffentlichen Institutionen betroffenen Kunstwerke und die Erweiterung des Provenienzmoduls der Datenbank. Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt; sie ist öffentlich, der Eintritt frei. Um Anmeldung per E-Mail an fsek@campus.fu-berlin.de wird gebeten.

Die Forschungsstelle "Entartete Kunst" wurde 2003 am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin eingerichtet. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen die Methoden nationalsozialistischer Kunstpolitik, insbesondere die Vorgeschichte, Geschichte und die Auswirkungen der Beschlagnahme moderner Kunstwerke in deutschen Museen durch die Nationalsozialisten im Jahr 1937. Eingebunden darin sind Recherchen zu den antimodernen Propagandaausstellungen seit 1933 und zu der Wanderausstellung "Entartete Kunst" von 1937 bis 1941. Forschungsthemen in diesem Zusammenhang sind die Schicksale der betroffenen Künstlerinnen und Künstler, die Strategien der Museumsleiter und die Rolle der Kunsthändler innerhalb des Verwertungssystems.

Zum Kernstück der Forschungen gehört die Arbeit an einem Gesamtverzeichnis der 1937 in deutschen Museen beschlagnahmten Werke der "Entarteten Kunst". Dieses Beschlagnahmeinventar ist als Datenbank angelegt und steht jetzt mit mehr als 21.000 Datensätzen gebührenfrei für jeden interessierten Nutzer im Internet zur Verfügung.

Das Symposium findet im Hörsaal B der Forschungsstelle "Entartete Kunst" in der Koserstraße 20 statt. Ansprechpartner des Kunsthistorischen Instituts der FU erreicht man unter Telefon: 030 / 838 54523.
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Freie Universität Berlin, Forschungsstelle ,Entartete Kunst'
Koserstraße 20
14195 Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf
 
Telefon:  +49-(0)30-838 54523
Email:  fsek@campus.fu-berlin.de
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
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