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09.08.2018

Erinnerungen an Heinrich Zille

Auch wenn Heinrich Zille in unseren Tagen wohl oft ein wenig andere Menschen malen würde als zu seiner Zeit, wir verdanken ihm die wohl besten und realistischsten Darstellungen der Menschen, die vor 100 und ein paar mehr Jahren in unserer Stadt lebten. Und man sah das schon zu seiner Zeit so - als er vor 89 Jahren auf dem Südwestkirchhof beigesetzt wurde, kamen Käthe Kollwitz, Kurt Tucholsky, Otto Nagel und mehr als 2000 normale Leute, die ihn einfach mochten.

Am Donnerstag, dem 9. August 2018, erinnert nun der Heinrich Zille-Freundeskreis, der das Zille-Museum im Nikolaiviertel betreibt, an der Grabstelle auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof an den Zeichner, der das alltägliche Leben so treffsicher festhalten konnte. Man trifft sich um 11 Uhr am Haupteingang des Friedhofesund kann mit Schauspieler Walter Plathe, Urenkel Hein-Jörg Preetz-Zille und Zille Darsteller Albrecht Hoffmann zur Grabstelle spazieren und dort auf Zilles Weise gedenken.

Heinrich Zille (1858-1929) ist übrigens der 80. Ehrenbürger von Berlin und war Akademie-Mitglied. Dennoch wird das an ihn erinnernde Museum im Nikolaiviertel nicht gefördert, es lebt von ehrenamtlichem Engagement und man sollte es vielleicht mal wieder besuchen. Zu sehen sind dort nicht nur bekannte Werke, sondern zum Beispiel auch Fotografien von Zille aus den Jahren 1890 bis 1910, die heute zu den bahnbrechenden Leistungen der internationalen fotografischen Moderne gehören. Zille hatte einfach einen guten Blick auf den harten Lebensalltag der Menschen seiner Zeit.
Zille_Schlafstelle.jpgDiese handsignierte Lithographie hatte Zille an den Kinderarzt Dr. Alfred Harf geschickt, eine Nachfahrin schenkte sie dem Zille Museum. Foto: Zille Museum
 


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