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09.02.2018 - 28.05.2018

Lots of Pictures - Lots of Fun meint Eduardo Paolozzi

Eduardo Paolozzi (1924‒2005) war Bildhauer und Grafiker, und da er in Edinburgh auf die Welt kam wurde er einer der innovativsten und respektlosesten Künstler der britischen Nachkriegsmoderne. Er gründete die Londoner Independent Group mit, eine britische Künstlervereinigung, die nach dem Krieg mit vielen Konventionen ästhetischer und akademischer Praxis brachen und er begeisterte sich als einer der ersten in Großbritannien für Konsumkultur und Massenproduktion. In seinen Arbeiten versammeln sich Auto und Außerirdische, Pin-Up-Girls und Comicfiguren und heraus kam ein wilder Mix in knalligen Farben, der bald unter dem Begriff Pop-Art Kunstgeschichte schreiben sollte.

Eduardo.jpgEduardo_Paolozzi__Wittgenstein_in_New_York__1965.jpg"As is When: Wittgenstein in New York" entstand 1965, die Skulptur "His Majesty the Wheel" bereits 1958-1959 Beide Fotos: © Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Später produzierte Paolozzi Collagen, und das auch auf neue Weise bei Druckgrafiken und Skulpturen. Um die Massen- und Industriegesellschaft darstellen zu können, schuf er auch Werke, die sich im Spannungsfeld Mensch/Maschine bewegen.

Die Ausstellung basiert auf der Eduardo Paolozzi-Retrospektive der Whitechapel Gallery in London 2017, die das Gesamtwerk des Künstlers zeigte. Die Berlinische Galerie konzentriert sich aber eher auf sein eigenwilliges, experimentelles und vielbeachtetes Werk der 1940er bis 1970er Jahre.

Der erste Teil der Ausstellung zeigt Paolozzis Frühwerk, durch den Surrealismus beeinflusste Zeichnungen und Skulpturen der frühen 1950er Jahre sowie erste Pop-Collagen. Im zweiten Teil geht es um Paolozzis Ansatz, mit künstlerischen Traditionen zu brechen und neue Materialien und industrielle Prozesse für Skulpturen und Druckgrafik zu nutzen.
In den 1950er Jahren entwickelte er brutalistische Bronzeplastiken, die an Kriegsversehrungen denken lassen, später Metallskulpturen aus industriell vorgefertigen Teilen.
Das dritte Kapitel dreht sich um Paolozzis Berliner Zeit 1974/75. In seinem Atelier am Kottbusser Damm entwickelte er Grafikserien, in denen sich grafische und lineare Elemente zu abstrakten Kompositionen verbinden. Wandmalereien zum Beispiel in der Kurfürstenstraße sind nicht erhalten. Das letzte Kapitel ist dem Pionier Paolozzi gewidmet, der mit seiner respektlosen Herangehensweise an die Kunst noch heute gut ankommt.

Die Ausstellung erschien ein Katalog (29,80 Euro, ca. 270 S., rund 200 farbige Bildtafeln, ISBN 978-3-422-07471-2.

Zum ersten Mal veranstaltet die Berlinische Galerie am Sonntag, 11.02., von 15 bis 17 Uhr eine große Kindervernissage, zu der Familien herzlich eingeladen sind. In Kooperation mit Jugend im Museum e.V., Eintritt frei (ohne Anmeldung).
 


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Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 – 789 02 – 600
Telefax:  030 – 789 02 – 700
Email:  bg@berlinischegalerie.de
URL:  www.berlinischegalerie.de
 
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