Home

10.09.2017 - 03.12.2017

Alles nur Fassade?

KINDL310817_006c_1000.jpgBlick ins Maschinenhaus M0 der alten Kindl-Frauerei mit von Asta Gröting konservierten Berliner Fassaden. Foto: Kindl-ZFZK / Jens Ziehe

Wer schon lange in Berlin lebt, für den gehören löchrige Fassaden einfach zum Stadtbild, jetzt kommen sie ins Museum: Das Zentrum für zeitgenössische Kunst in der alten Kindl-Brauerei in Neukölln zeigt eine Ausstellung "Berlin Fassaden" mit Arbeiten der Bildhauerin Asta Gröting, die Fassaden präsentiert, auf denen noch Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieges zu sehen sind.

Asta Gröting will die beschädigten Mauern bildhauerisch festhalten und fertigt von ihnen Silikonabformungen an. Sie sollen wie Langzeitbelichtungen wirken und das Geschehen vom Moment der Einschüsse bis zum Abformen der Mauern abbilden. Staub, Dreck und auch Graffitis bleiben sichtbar und lassen die zum Teil monumentalen Negativabdrücke fast wie bemalt wirken.

"Aus der schweren Silikonhaut treten die Einschusslöcher wie Narben der Geschichte hervor", heißt es in der Ausstellugnsankündigung, "das Silikon rekonstruiert Verletzungen als architektonische Spuren und überträgt sie in abstrakte Bilder." Da die geschichtlichen Spuren angesichts der weitgehenden Sanierung aller bauten langsam verschwinden, werden sie
nun eben künstlerisch konserviert.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei Sternberg Press.
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 2
12053 Berlin - Neukölln
 
URL:  http://www.kindl-berlin.de
 
 
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de