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15.05.2018 - 21.05.2018

Spannende Lichtbilder

Trotz alledem.jpgDie "Potsdamer Gespräche" im dortigen Filmmuseum drehen sich in diesem Jahr um "umkämpfte Demokratie" und beleuchten, wie sich Menschen, Parteien und Weltanschauungslager im 20. Jahrhundert für den demokratischen Gedanken engagierten und wie unterschiedlich sie ihn verstanden. Am heutigen Dienstag, 15. Mai 2018, wird um 18 Uhr "Trotz alledem!" gezeigt, ein Film über Karl Liebknecht (R: Günter Reisch, D: Horst Schulze, Ludmila Kasjanowa, Ute Illmann, DDR 1972, 124').

Er beschreibt Karl Liebknechts Tage zwischen seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Oktober 1918 bis zu seiner Ermordnung im Januar 1919. Die DEFA verstand den Film als außerordentliches Prestigeprojekt und stellte Regisseur Günter Reisch ein Produktionsbudget von 6,6 Millionen Mark bereit - damals für die DDR eine enorme Summe, die sogar die Kosten von dessen erstem Liebknecht-Film überstieg.

Vor dem Film: Vortrag »Die proklamierte Republik 1918. Rezeption eines umkämpften Ereignisses« von Martin Sabrow (ZZF).

Ein weiterer Höhepunkt des Programms ist die Vorführung einer "Nadeltonfassung" des Films "Panzerkreuzer Potemkin" am Donnerstag, 17. Mai, um 21 Uhr.

PanzerkreuzerPotemkin01-1.jpgIm Jahr 1930 war der Aufstieg des tönenden und sprechenden Films voll im Gange. Aus diesem Anlass brachte die Verleihfirma Prometheus einen ihrer erfolgreichsten Stummfilme, Sergej Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin, mit Ton erneut in die deutschen Kinos. Komponist Edmund Meisel ließ seine Filmmusik, die bereits 1926 für die deutsche Premiere geschrieben wurde, aufnehmen und dabei mit Geräuschen, Gesang und Dialog kombinieren. Im Kino wurde dann der Ton mittels Schallplatten im sogenannten »Nadeltonverfahren« wiedergegeben. 70 Jahre später entdeckte Martin Reinhart ("Dreams Rewired") die lange Zeit als verschollen gegoltenen Tonplatten im Technischen Museum Wien. Die Entdeckung lieferte den Anstoß für eine digitale Rekonstruktion durch die Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum und dem Technischen Museum Wien mit Österreichischer Mediathek. Bild und Ton sind nun vereint und bieten ein einzig- und eigenartiges Seh- und Hörerlebnis der deutschen Nadeltonfassung des bekannten Revolutionsfilmes.

Einführung: Martin Reinhart (Wien).

Zuvor wird am 17. Mai um 19 Uhr "Dreams Rewired - Mobilisierung der Träume" gezeigt, ein Dokumentarfilm, bei dem Martin Reinhart nebenManu Luksch und Thomas Tode als Ko-Regisseur beteiligt war. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Essayfilm verbindet Vergangenheit und Gegenwart, indem er den Wurzeln der heutigen vernetzten Welt in der Entwicklung von modernen Kommunikationsmedien (vom Telefon über das Kino zum Fernsehen) nachspürt. Der analytische Kommentar wird von prachtvollen Bildern aus fast 200 Filmen begleitet, die die Autoren in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit recherchiert haben. Das Ergebnis ist ein dichter und poetischer, aber auch zeitgemäßer und politischer Besinnungsfilm über die Menschheit und über die Medien.

Eintritt je Film: 6,- Euro, ermäßigt 5,- Euro / Kombipreis: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro.


 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
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Mi, Sa & So 15 Uhr
 
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