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14.04.2019 - 11.08.2019

Flucht in die Bilder? Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus

Die Ausstellung "Flucht in die Bilder?" beschäftigt sich mit der Arbeit, den Zwängen und dem Alltag der ehemaligen Brücke-Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus. Während die damalige Situation von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner bislang zumeist auf die Ablehnung ihrer Kunst durch die Nationalsozialisten reduziert wurde, soll nun auch aufdie vielschichtige Situation der Künstler und die Widersprüche der nationalsozialistischen Kulturpolitik eingegangen werden.

Pechstein_Junge.jpgMax Pechstein, "Junge mit Schneebällen und drei Nelken", Privatbesitz. Foto: Max Pechstein Urheberrechtsgemeinschaft, Hamburg Tökendorf

Die meisten der ehemaligen Brücke-Künstler hatten zu Beginn die Hoffnung gehegt, mit ihrer Kunst unter den Nationalsozialisten anerkannt wird, und die nährten diese Hoffnung auch noch teilweise. Trotz aller Zäsuren durch die NS-Kunstpolitik waren die ehemaligen Brücke-Künstler auch bis in die letzten Kriegsjahre künstlerisch tätig- mit Ausnahme von Kirchner, der sich 1938 das Leben nahm.

Um Brüche und Kontinuitäten im Werk der ehemaligen Brücke deutlich zu machen, endet die Aufarbeitung nicht im Mai 1945, sondern setzt sich im letzten Teil der Schau im Kunsthaus Dahlem fort. Wie wurde ab dem Sommer 1945 auf Jahre der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zurückgeblickt, welche Funktion hatten die ehemaligen Brücke-Maler beim Wiederaufbau des geteilten Deutschlands?

Im Zentrum der Ausstellung Flucht in die Bilder? stehen Arbeiten von Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein und Kirchner aus dem Bestand des Brücke-Museums. Die Präsentation setzt auf einen vielschichtigen Blick und beleuchtet die Gratwanderung zwischen Anerkennung und Verfemung anhand von künstlerischen Werken und umfangreichem Dokumentationsmaterial.

"Flucht in die Bilder?" wird von Prof. Dr. Aya Soika (Bard College Berlin), Dr. Meike Hoffmann (Freie Universität Forschungsstelle Entartete Kunst) und Lisa Marei Schmidt (Brücke-Museum) kuratiert. Ein umfassender Katalog erscheint im Hirmer Verlag in
deutscher und englischer Sprache.

 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Brücke-Museum
Bussardsteig 9
14195 Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf
 
Telefon:  030 831 20 29
Email:  bruecke-museum@t-online.de
URL:  www.bruecke-museum.de
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Kunstmuseen

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