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18.08.2018 - 03.11.2018

Cottbus Reloaded

Das FilmFestival Cottbus gilt als das wichtigste Festival für den osteuropäischen Film. Das Filmmuseum Potsdam zeigt bis in den November die Preisträger-Filme der letztjährigen Ausgabe, schließlich ist der Weg aus dem Berliner Raum doch etwas weit.

Sa., 18.8.2018, 19 Uhr
Barfuß Po Strnisti Bos

R: Jan Svěrák, D: Ondřej Vetchý, Tereza Vořísková, Zdeněk Svěrák, Tschechische Republik 2017, OmE, 104'
Barfuss01.jpgPrag in den 1940er-Jahren: Da der Vater es ablehnt, den Hitlergruß zu zeigen, verliert er seine Arbeit und auch die Dienstwohnung. Die Familie muss zu ihren Verwandten aufs Land ziehen. Für den kleinen Eda ist das zuerst ein Schock, dann findet er neue Freunde. Diese nehmen ihn mit in ihre geheime Höhle, lehren ihn Karten spielen oder barfuß über Stoppelfelder zu laufen. Aber nicht alles ist harmonisch. Bald erfährt Eda, dass sein Vater einen Bruder hat, den alle nur Wolf nennen und den sie nicht mal mehr grüßen. Trotz aller Verbote trifft Eda ihn manchmal heimlich und lernt ihn besser kennen.
Oscarpreisträger Jan Svěráks bittersüße Retro-Komödie entstand nach autobiografischen Erzählungen seines Vaters Zdeněk, der im Film einen behutsam-patriotischen Dorflehrer spielt.

FilmFestival Cottbus 2017: Publikumspreis

Sa., 29.9.2018, 19 Uhr
Wilde Rosen Dzikie róże

R: Anna Jadowska, D: Marta Nieradkiewicz, Michał Żurawski, Halina Rasiakówna, PL 2017, OmE, 93'
Als Mutter wirkt Ewa völlig überfordert, als Ehefrau hat sie sich von ihrem Mann längst entfremdet. Und ihre Affäre zu einem erst 16-jährigen Jugendlichen sorgt für den - für sie peinlichen - Dorfklatsch. Das packende Psychogramm einer jungen Frau in der polnischen Provinz besticht durch flirrende Bilder voller Sinnlichkeit und ein starkes Finale.

FilmFestival Cottbus 2017: Hauptpreis für den besten Film, Preis für eine herausragende Darstellerin (Marta Nieradkiewicz), Preis der Ökumenischen Jury, FIPRESCI-Preis

Sa., 6.10.18, 19 Uhr
I'm a Killer Jestem mordercą

R: Maciej Pieprzyca, D: Mirosław Haniszewski, Arkadiusz Jakubik, Piotr Adamczyk, PL 2016, OmE, 112'
Wieder wurde eine junge Frau ermordet, diesmal die Nichte des regionalen Parteisekretärs in Katowice. Ein junger Kommissar wird zum Leiter des erfolglosen Ermittlerteams berufen. »Kommunismus ist rot wie Blut«, schreibt der Serienkiller an die Polizei und kündigt 30 solcher Morde an - für jedes Jahr, in dem die Sozialistische Partei Polen existierte, ein Opfer. Der Kommissar findet einen Verdächtigen, der auf Grundlage von Indizien verhaftet und angeklagt wird. Die beteiligten Beamten werden gefeiert. Doch gibt es keine Beweise. Längst mit einer großen Wohnung, einem Farbfernseher und Privilegien belohnt, manipuliert und bedroht der Kommissar den Angeklagten, um diese Beweise herbeizuschaffen. Maciej Pieprzyca rekonstruiert psychologisch vielschichtig einen authentischen Kriminalfall aus den 1970er-Jahren mit vielen unvorhersehbaren Wendungen und als Spiegelbild einer Gesellschaft zwischen Erfolgsdruck, Konformitätszwang und Korruption.
FilmFestival Cottbus 2017: Spezialpreis für die beste Regie, Preis für einen herausragenden Darsteller (Mirosław Haniszewski)

Sa., 3.11., 19 Uhr
Farewell Halong

R: Đức Ngô Ngọc, D 2016, 99'
Viele Familien leben bereits seit Generationen in den schwimmenden Dörfern. Sie bewohnen Holzhäuser, die auf Flößen errichtet wurden. Ihr einfaches Leben bestreiten sie mit Fischzucht und Diensten für die Tourismusbranche. Das Wissen um die bevorstehende Umsiedlung weckt Erinnerungen in den Bewohnern - Geschichten von Armut, menschlichem Miteinander, Schicksalsschlägen und dem Aufbau der eigenen Existenz. Der neuen Zukunft auf dem Festland schauen sie misstrauisch und schmerzvoll entgegen. Die Regierung garantiert zwar finanzielle Entschädigungen und stellt für die Umgesiedelten neue Wohnhäuser bereit. Doch wie ergeht es den Menschen fernab von ihrer Heimat, dem Meer, mit dem sie seit ihrer Geburt fest verbunden sind? Bedeutet das Leben auf dem Festland wirklich Wohlstand und mehr Sicherheit? Die Welle des Wirtschaftswachstums erfasst seit den 1990ern das sozialistische Vietnam und schwemmt letztlich die Bewohner der schwimmenden Dörfer in eine ungewisse Zukunft.
FilmFestival Cottbus 2017: DIALOG-Preis für die Verständigung zwischen den Kulturen

Kartenreservierung unter Tel. 0331-27181-12 oder per Mail an ticket@filmmuseum-potsdam.de

 


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