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06.05.2017 - 07.05.2017

Denk mal am Ort

An der Albert Einstein Gedenkstele in der Haberlandstraße 8 in Schöneberg spricht um 11 Uhr Petra Michalski über Deutschlands wohl bedeutendsten Wissenschaftler, der mit ihrem Onkel Prof. Dr. János Plesch eng befreundet war. In der Güntzelstraße 3 in Wilmersdorf erinnern Andrea Schultz und Günther Schmidt von 13:30 bis 14:30 Uhr an den "rasenden Reporter", der noch immer vielen Menschen ein Begriff ist - IG Blech_Starnberger.jpgmit einer Reportage von Egon Erwin Kisch und einem fiktiven Text aus seinem französischen Exil. Und um 15 Uhr liest Rahel R. Mann in der Starnberger Straße 2 in Schöneberg aus ihrem Buch "Uns kriegt ihr nicht: Als Kinder verfolgt - jüdische Überlebende erzählen von Tina Hüttel und Alexander Meschnig". Es ist ihre eigene Geschichte, denn als junges jüdisches Mädchen wurde sie im Keller des Hauses vor der Gestapo versteckt. Wie auf dem Bild sorgt IG Blech am Rande noch für die musikalische Untermalung.

Dies waren nun drei von insgesamt 24 Veranstaltungen, die unter dem Titel "Denk mal am Ort" an diesem Wochenende in Berlin stattfinden. Sie vermitteln meist recht persönliche Erinnerungen an einen Menschen oder an Familien, die in der NS-Zeit in Berlin aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Ob nur die Namen verlesen werden oder man über Biografien berichtet, ob man Geschichten erzählt oder historische Darstellungen vorträgt, ob man Filme zeigt oder künstlerische Installationen ausstellt, ob man Musik abspielt, Zeichnungen zeigt oder Gedichte vorliest - es gibt viele Möglichkeiten der Erinnerung. Das genaue Programm finden Sie bei Interesse unter www.denkmalamort.de.

Bei uns fand die Veranstaltungsreihe im vorigen Jahr zum ersten Mal statt, Vorbild war die Initiative "Open jewish homes" in den Niederlanden. "Every house has a story to tell and it is good to shed more light on this once a year", sagte die dortige Initiatorin Denise Citroen, die zusammen mit dem Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam das Projekt ins Leben gerufen hatte. Marie Rolshoven, Jani Pietsch und Florian Voß haben das Projekt 2016 von Amsterdam nach Berlin geholt, wobei Jani Pietsch Historikerin und bildende Künstlerin ist und Marie Rolshoven als Bildungsreferentin für die Gedenkstätte Stille Helden Berlin arbeitet und das Ausstellungsprojekt "Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen" betreut.

Wer in Zukunft etwas zu dem Programm beitragen möchte, findet alle Möglichkeiten dazu ebenfalls unter der Homepage.

 
URL:  www.denkmalamort.de

Eintritt kostenlos


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