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11.10.2019 - 12.10.2019

Was darf Literatur und was nicht?

Öffentliche Podiumsdiskussion zum queeren und feministischen Potenzial des Skandals

Literaturwissenschaftliche, affekttheoretische, politische sowie kunsthistorische Aspekte des Phänomens Skandal stehen im Zentrum der Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen der Frage nach, unter welchen Bedingungen Skandale in Literatur und Kunst ausgelöst werden und welche Auswirkungen dies auf das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld hat. Die Tagung ist öffentlich, die Teilnahme kostenfrei. Vorträge finden in englischer und deutscher Sprache statt.

2019-Plakat-Jahrestagung.jpgDie literarische Darstellung nicht-konventioneller Praktiken und sexueller Handlungen kann für Skandale sorgen, Moralvorstellungen verwischen und Gattungs- und Geschlechterklassifikationen sowie Machtverhältnisse infrage stellen. Zugleich ermöglichen diese Darstellungen neue Identitätsentwürfe, die die skandalisierten Ordnungen befragen. In der Literatur sind mit dem Skandal zudem spezifische Dimensionen von Autorschaft verknüpft, die häufig die Lizenzen von Literatur betreffen. Schließlich ist der Skandal auch eine Frage des Privilegs, denn es zeigt sich, dass nicht alle Stimmen autorisiert sind, Skandale zu provozieren.

Im Rahmen der Jahrestagung findet am 11. Oktober um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema "Das queere und feministische Potenzial des Skandals" statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Reyhan Sahin (aka Lady Bitch Ray, Wissenschaftlerin und Künstlerin), Patsy l'Amour laLove (Geschlechterforscherin und nach eigener Bezeichnung "Polittunte") und Jule Govrin (Philosophin und Alumna der Friedrich Schlegel Graduiertenschule) werden sich u.a. mit der Frage beschäftigen, wie skandalöse Inszenierungen und Akte genutzt werden, um feministische und queere Forderungen zu thematisieren.

Jahrestagung "Eskalation! Skandal in der Literatur und den Künsten"
11. und 12. Oktober 2019

Podiumsdiskussion "Das queere und feministische Potenzial des Skandals"
11. Oktober 2019, Beginn: 19.30 Uhr

Weitere Informationen und den Link zum Anmeldeformular finden Sie unter: www.fsgs.fu-berlin.de/eskalation

 


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