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08.11.2017, 20:00 Uhr

Antiquity Slam - kurze Geschichten über die Antike

antiquity slam.jpgEs gibt nicht nur Poetry Slams oder seit einigen Jahren auch Science Slams, die Form des Wettbewerbs kommt einfach so gut an, dass jetzt zum zweiten Mal auch ein Antiquity Slam stattfindet: Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Disziplinen wie Vor- und Frühgeschichte, Archäotechnik oder Latinistik stellen dabei am Mittwoch im Bode-Museum ihre Forschungen vor, und das meist zu interessanten Themen unserer Geschichte: Wie halten Balken und Bretter auch ohne Nägel zusammen? Wie kann man auf Papyrus notierte Einkaufslisten richtig datierten? Wahrscheinlich gibt's kaum eine entspanntere Art, dem Publikum aktuelle Forschung kurzweiliger vorzusetzen als den Antiquity Slam.

Um ihr Thema zu präsentieren, haben die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur zehn Minuten Zeit. Und der Wettbewerb hat klare Regeln: Der beste Vortrag wird durch Lautstärke und Dauer des Applauses herausgefunden.

Bisher wurde das Format "Science Slam" vor allem in den Naturwissenschaften genutzt, doch vor einem Jahr probierte man einen ersten Antiquity Slam im Neuen Museum, den ersten Science Slam speziell für Forschungen rund um das Altertum. Bei der jetzigen Veranstaltung kooperieren das Berliner Antike-Kolleg mit dem Exzellenzcluster Topoi der FU und der HU, das Geld kommt von der Einstein Stiftung Berlin und dem Deutschen Archäologen-Verband.

Deutlcih wird an dem Abend auch die Vielfalt altertumswissenschaftlicher Forschung: So reicht das Spektrum der Vorträge von den Philologien - etwa Ovids Ratschläge für das effektive Verfluchen von Widersachern - bis hin zur Vor- und Frühgeschichte und experimenteller Archäologie - wie die Frage nach Holzverbindungen in der Frühgeschichte. Auf dem Programm stehen auch antike medizinische Texte von Hippokrates und Galen und das Thema Kulturgüterschutz. Die Moderation des Abends übernimmt der erfahrene Science-Slam-Moderator Simon Hauser.

Der Exzellenzcluster Topoi bündelt die Stärken Berlins in der Erforschung der Antike und ist ein Kooperationsprojekt der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Institutionen gründeten 2011 das Berliner Antike-Kolleg, um eine interinstitutionelle Forschungs- und Ausbildungsstruktur neuen Typs dauerhaft zu etablieren. Im Jahr 2016 wurde zudem das Einstein-Zentrum Chronoi bewilligt, das 2019 seine Arbeit aufnimmt. Hier untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zeit und Zeitbewusststein in der Antike in interdisziplinären und transdisziplinären Formaten.

Ein Video der Veranstaltung im vergangenen Jahr ist auf der Website der Gerda-Henkel-Stiftung verfügbar, die auch in diesem Jahr die Medienpartnerschaft übernommen hat.

Der Eintritt ist frei, Einlass in die Basilika des Bode-Museums ab 19 Uhr.

 
URL:  www.topoi.org/event/42024/


Zur Umkreissuche   Anschrift
Bode-Museum
Am Kupfergraben 1
10178 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 - 20 90 55 77
URL:  www.staatliche-museen.de
 
1904 eröffnet und im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.

Seit den 1950er Jahren schrittweise wiederaufgebaut und in Betrieb genommen. In den 1990er Jahren begann die Generalinstandsetzung, die Wiedereröffnung des gesamten Bode-Museum mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie war im Oktober 2006.
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
Kunsthistorische Museen

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