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22.11.2018 - 13.01.2019, 18:00 Uhr

Unfinished Histories: Vol. II - Orsolya Kalász, Sean Bonney und Uljana Wolf

Geschichte ist zu Narrativen geronnene Sprache; sie schreibt unweigerlich Machtverhältnisse fort und fest. Und dennoch: Die Debatten um die historische Mitte Berlins verdeutlichen, wie Geschichte in einem dauerhaft unabgeschlossenen Verhältnis zur Gegenwart steht. Die Ausstellungsserie »Unfinished Histories« erforscht das Verhältnis von Geschichte zum Poetischen. Welche Potentiale eröffnet das Poetische mit seinem Vermögen, die Regeln von Sprache zu unterlaufen und ihrer eigentlichen Kontingenz Form zu verleihen?

Vol. II des mehrteiligen Ausstellungsprojekts setzt sich mit den internationalen Lyriker*innen Orsolya Kalász, Sean Bonney und Uljana Wolf fort - kuratiert von Daniela Seel, Dichterin und Verlegerin des Berliner Verlags kookbooks.

Mittelpunkt der Ausstellung ist eine multimediale LED-Installation auf der Innenfläche der Klosterruine. Künstler*innen, die an der Schnittstelle von zeitgenössischer Lyrik und bildender Kunst arbeiten, sind eingeladen, diese für jeweils sechs bis acht Wochen auszufüllen. So wird die Klosterruine über die saisonale Schließung ab Ende Oktober hinaus zum lebendigen Ausstellungsort: Die Installation kann von außen erlebt werden.

Orsolya Kalász (*1964 in Dunaújváros) lebt und arbeitet als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin. Bereits als Kind verbrachte sie einige Jahre mit ihrer Familie in Deutschland, wo ihr Deutsch zur zweiten Sprache wird. Ihre Gedichte schreibt sie mal in der ungarischen, mal in der deutschen Sprache. Kalász' jüngster Gedichtband »Das Eine« (Brueterich 2016) wurde mit dem Peter-Huchel-Preis 2017 ausgezeichnet.

Zu Sean Bonneys Veröffentlichungen zählen »Ghosts« (Materials, 2017) und »Letters Against the Firmament« (Enitharmon, 2015). Er hat seine Arbeiten unter anderem auf Demonstrationen, bei Streiks und in Seminaren vorgestellt. In seiner postdoktoralen Forschung an der FU Berlin geht Bonney der Frage nach, wie radikale Dichter*innen auf die Nachwirkungen der Finanzkrise 2008 reagiert haben. Er lebt und arbeitet in London und Berlin.

Die Lyrikerin, Übersetzerin und Essayistin Uljana Wolf (*1979 in Berlin) hat vier Gedichtbände sowie zahlreiche Übersetzungen veröffentlicht, zuletzt »meine schönste lengevitch« (kookbooks 2013). Wolfs Werk wurde u.a. mit dem Erlangener Preis für Poesie als Übersetzung und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin und New York, wo sie Seminare zu Poesie und Übersetzung unterrichtet.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Fonds für Kommunale Galerien, Fonds für Ausstellungsvergütungen und dem Bezirkskulturfonds.

In den Wintermonaten ist die Klosterruine von November bis März geschlossen.
Die Ausstellungen sind von außen einsehbar.

*** Eröffnungsabend: Donnerstag, 22.11.2018 um 18 Uhr Begrüßung Dr. Ute Müller-Tischler, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur, Bezirksamt Mitte von Berlin Zur Ausstellung Daniela Seel, Dichterin und Verlegerin Anschließend Lesung mit Orsolya Kalász und Uljana Wolf

https://www.facebook.com/klosterruine.berlin/
https://www.instagram.com/klosterruine.berlin/
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Ruine der Franziskaner Klosterkirche
Klosterstraße 73a
10179 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 9018 37462
Email:  info@klosterruine.berlin
URL:  http://klosterruine.berlin/
 
Öffnungszeiten:  November bis April geschlossen, Ausstellungen nur von außen sichtbar
 
 
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