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08.06.2017 - 22.06.2017

Vortrag und Filme über und mit Hans Albers

Spannende Beiträge zur aktuellen Foyerausstellung des Filmmuseums Potsdam

Hans Albers war in den 30er Jahren der größte Filmstar in Deutschland und die Ufa, die damals wichtigste und größte Filmproduktionsgesellschaft im Land, baute ihn systematisch zum Publikumsliebling auf. Eine Foyerausstellung im Filmmuseum Potsdam versucht nun zu klären, wie dies geschah und wie er vermarktet wurde. Auch die Reaktionen des Publikums werden dargestellt, denn Albers wurde trotz seines distanzierten Verhältnisses zu den Nazis immer als unverstellter Draufgänger, als Sieger und als Idealbild des deutschen Mannes gesehen. Nicht ohne Grund ist die Ausstellung mit "Hans Albers - Das Mannsbild der Ufa" überschrieben (über die sie hier bereits einen Bericht lesen können). Nun lädt das Filmmuseum aber zu Filmen und einem Vortrag ein, die das Phänomen Hans Albers besser verständlich machen:

8. Juni 2017, 18 Uhr
Vortrag: German films and movie stars in occupied Belgium, 1940-1944
Der Filmhistoriker Roel Vande Winkel, Gastforscher an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, wird in das europäische Starwesen und die Bedeutung der Ufa-Stars zur Zeit der deutschen Okkupation einführen.
(in englischer Sprache, Eintritt frei)

8. Juni 2017, 19 Uhr
Bomben auf Monte Carlo
R: Hanns Schwarz, D: Hans Albers, Anna Sten, Heinz Rühmann, D 1931, 111'
Albers_Rühmann_Bomben auf Monte Carlo 1931.jpgAus Frust über den ausbleibenden Sold und die Langeweile an Bord beschließt Kapitän Craddock (Hans Albers), sein Kriegsschiff Richtung Monte Carlo zu steuern, um dort den Konsul seines Heimatlandes zur Rede zu stellen. Als er beim Roulette ein Vermögen verspielt, erklärt er dem Kasino den Krieg. Siegfried Kracauer kritisierte seinerzeit die Darstellung des »Mordskerls« Albers: »Ihn zum Idol emporsteigern, heißt nichts anderes, als dem blinden Triebleben den Primat vor der Vernunft zu erteilen, mit der die menschliche Gemeinschaft sich selbst einschränkt, um zu bestehen.« (Frankfurter Zeitung, 10.9.1931). Die Werbung für die "Filmoperette" setzte damals aber eher auf sympathische Draufgänger, die am Ende schon alles richtig machen. Die englische Version hieß übrigens "Monte Carlo Madness" ...

22. Juni 2017, 19:00 Uhr
Flüchtlinge
R: Gustav Ucicky, D: Hans Albers, Käthe von Nagy, Eugen Klöpfer, D 1933, 87'
Der deutschnational gesinnte Filmproduzent und Filmhistoriker Oskar Kalbus schrieb 1935 in seiner Filmgeschichte, mit dem Abenteuerfilm Flüchtlinge sei "plötzlich der »neue« Film da, der seit der nationalsozialistischen Revolution gefordert und erstrebt wird." Erzählt wird von einer Gruppe Wolgadeutscher auf der Flucht aus der UdSSR und dem im Bürgerkrieg versinkenden China. Erst mithilfe des vom Weimarer Deutschland enttäuschten Soldaten Arneth (Hans Albers) gelangen sie in Sicherheit. Flüchtlinge ist Albers' einziger Film, der nach 1945 vom Alliierten Kontrollrat verboten wurde.
Einführung: Evelyn Hampicke (Bundesarchiv-Filmarchiv)

Weitere Termine:
27.Juli, 19 Uhr
Gold
R: Karl Hartl, D: Hans Albers, Brigitte Helm, Michael Bohnen, D 1934

24. August, 19 Uhr
Der Mann, der Sherlock Holmes war
R: Karl Hartl, D: Hans Albers, Heinz Rühmann, Hansi Knoteck, D 1937

3. September, 19 Uhr
Der Sieger
R: Hans Hinrich, Paul Martin, D: Hans Albers, Frida Richard, Julius Falkenstein, D 1932


Kartenreservierung unter Tel. 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de oder im Spielplan des Filmmuseums.

 
Eintritt:  6 / 5 Euro 
URL:  http://www.filmmuseum-potsdam.de/Hans-Albers--Das-Mannsbild-der-Ufa.html


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
Öffnungszeiten:  Museum:
Di bis So 10 bis 18 Uhr Einlass bis 17.30 Uhr
Kino:
Di bis So 17 und 19 Uhr, Do bis Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino:
Mi, Sa & So 15 Uhr
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
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