Home

11.07.2017, 16:15 Uhr

Was bleibt von der Studentenbewegung?

Diskussion an der FU, ein halbes Jahrhundert danach

"Was bleibt?" heißt die große Frage eines öffentlichen Streitgesprächs, das am Dienstag den Schlusspunkt einer Vorlesungsreihe an der FU über die Studentenbewegung der 1960er Jahre in der Bundesrepublik setzen soll. Mit dabei sind die frühere Bundestagsvizepräsidentin Dr. Antje Vollmer, der Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse, der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hajo Funke von der FU und Dr. Knut Nevermann, unter anderem ehemaliger Berliner Staatssekretär für Wissenschaft. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Die Studentenbewegung 1966 - 1968 war ein Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Demokratisierung und Politisierung waren ihre Parolen, wissenschaftliches Hinterfragen, theorieerfülltes Argumentieren und antiautoritäres Agieren ihre Kennzeichen. Bei den Beteiligten herrschte das Gefühl, die Demokratie in Deutschland und das politische Denken neu zu begründen, diesmal von unten. Welches waren die Themen und Motive, die damals eine Rolle spielten? Was von dem, das damals kritisiert und gefordert wurde, ist auch heute noch plausibel? Was ist aus heutiger Sicht obsolet oder falsch? Welche Wirkungen lassen sich mittel- und längerfristig feststellen: auf die Beteiligten, auf die Hochschule, auf die wissenschaftlichen Fächer, auf die Öffentlichkeit, auf die Parteien und Verbände, auf Staat und Gesellschaft insgesamt? Welches waren und sind - mit dem Blick nach 50 Jahren - positive Effekte, welches negative? Vielfalt kennzeichnet nicht nur die Studentenbewegung, sondern auch ihre historische Interpretation.

Konzipiert hatte die Vorlesungsreihe Dr. Knut Nevermann. Er war zur Zeit der Studentenbewegung Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) der Freien Universität Berlin und dort an der Organisation des ersten Sit-in beteiligt - dem ersten an einer Universität der Bundesrepublik. Der promovierte Jurist und habilitierte Politikwissenschaftler war viele Jahre hoher politischer Beamter, unter anderem im Bundeskanzleramt als Amtschef und Abteilungsleiter unter drei Staatsministern für Kultur und Medien und als Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Zeit und Ort

Dienstag, 11. Juli 2017, von 16.15 bis 17.45 Uhr
Freie Universität Berlin - Rostlaube, Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 1a, 14195 Berlin
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Rost- und Silberlaube
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin - Steglitz-Zehlendorf
 
URL:  http://www.fu-berlin.de/redaktion/orientierung/rosi/index.html
 
In dem Gebäudekomplex sind neben geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern zahlreiche weitere Einrichtungen, unter anderem die Philologische Bibliothek, das Sprachenzentrum, ein zentraler Rechnerpool und die Mensa II untergebracht. Daneben befinden sich dort auch die Hörsäle 1a, 1b und 2, in denen neben Vorlesungen auch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Neben dem Haupteingang an der Habelschwerdter Allee ist die "Rost- und Silberlaube" auch über die Otto-von-Simson-Strasse und die Fabeckstrasse erreichbar.

Der Gebäudekomplex wurde im Frühjahr 2015 um den Neubau für die Kleinen Fächer erweitert: In der sogenannten "Holzlaube" wurden 14 Kleine Fächer des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften unter einem Dach zusammengeführt. Das Gebäude beherbergt auch die "Campusbibliothek" für 24 Institute und Arbeitsbereiche, darunter die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer.
 
 
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de