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19.02.2019 - 23.02.2019

Berlinale Spotlight: Perspektive Deutsches Kino im Filmmuseum Potsdam


Diesmal dreht sich alles um die Liebe: um die Liebe zu einem anderen Menschen, die Liebe zu einem besonderen Ort, die Liebe zum Kino, die Liebe zum Glauben und die Liebe zum Leben. »An den Spielarten der Liebe lässt sich ein ausdrucksstarkes Bild der heutigen Generation der 25- bis 45-Jährigen aufzeigen«, kommentiert Sektionsleiterin Linda Söffker die Auswahl der diesjährigen Perspektive Deutsches Kino. Fast alle Filme der Berlinale-Nachwuchssektion werden im Filmmuseum Potsdam im direkten Anschluss an das Festival zu sehen sein. Zu den Vorführungen werden Gesprächspartner*innen aus den Filmteams erwartet. Die meisten der Filme sind untertitelt und somit auch für englischsprachige Besucher*innen geeignet.

PROGRAMM

Di., 19. Feb., 18 Uhr Oray R: Mehmet Akif Büyükatalay, D: Zejhun Demirov, Deniz Orta, Cem Göktaş, D 2019, 100' Oray spricht im Streit mit seiner Ehefrau Burcu die islamische Scheidungsformel »talaq« aus. Der Imam seiner Heimatgemeinde klärt ihn über die Konsequenzen auf: Oray muss sich für drei Monate von ihr trennen. Er nutzt die Zwangspause für einen Neuanfang - er zieht nach Köln, um dort für Burcu und sich ein neues Leben aufzubauen. In seiner neuen Gemeinde in Köln findet er Anschluss, er fängt an zu predigen. Aber der dortige Imam, Bilal, vertritt eine strengere Auslegung des islamischen Rechts. Oray wird vor eine schwere Entscheidung gestellt.

Di., 19. Feb., 20:30 Uhr Easy Love R: Tamer Jandali, D: Stella Vivien Dhingra, Niclas Jüngermann, Sönke Andersen, D 2019, 88' Vier Monate lang begleitete der Regisseur sieben junge Frauen und Männer in Köln mit der Kamera. Die Protagonist*innen sind Laien, deren reale persönliche Situation und deren Einstellung zur Liebe die Ausgangsbasis für die Filmhandlung liefern. Der Regisseur beschreibt seinen Film mit den Worten: »No Actors, No Scripts, No Fake Emotions«.

Mi., 20. Feb., 18 Uhr Heute oder morgen R: Thomas Moritz Helm, D: Tala Gouveia, Maximilian Hildebrandt, Paula Knüpling, D 2019, 92' Drei junge Menschen lassen sich einen Sommer lang durch Berlin treiben und stürzen sich in wilde Liebesabenteuer. In Opposition zu gängigen Moralvorstellungen geben sie dem Leben die Peitsche und nehmen sich alles wonach ihnen gerade ist. Sie stehlen, lügen, lieben und betrügen, bevor sie für einen Moment zur Ruhe kommen. Doch durch eine ungeplante Schwangerschaft werden die Verhältnisse auf die Probe gestellt.

Mi., 20. Feb., 20:15 Uhr Die Einzelteile der Liebe R: Miriam Bliese, D: Birte Schnöink, Ole Lagerpusch, Andreas Döhler, D 2019, 97' Sophie und Georg lernen sich kennen und lieben kurz nachdem Sophie hochschwanger von ihrem Freund sitzengelassen wurde. Georg wird für den neu geborenen Jakob zum Vater. Ein paar Jahre später - inzwischen ist Jakob sechs Jahre alt - sind die Eltern getrennt und kämpfen verbissen um das Sorgerecht. Ausgerechnet Sophies neuer Partner fängt an, zwischen den Fronten zu vermitteln. Ein elliptisches Porträt einer Familie, deren Mitglieder ihre Sorgen und Sehnsüchte vor Hauswänden, zwischen Brückenpfeilern und auf Parkplätzen verhandeln. Zuhause ist hier kein sicherer Hafen mehr, sondern ein Durchgangsort.

Do., 21. Feb., 18 Uhr Das innere Leuchten R: Stefan Sick, D 2019, Dok., 95' Beobachtend erforscht der Dokumentarfilm in einer Pflegeeinrichtung den Alltag von Menschen mit Demenz und wagt eine poetische Interpretation dieses besonderen Zustands. Eine starke emotionale Nähe zu den Protagonist*innen aufbauend macht der Film deren Blick auf die Welt erfahrbar, offenbart ihr »inneres Leuchten«.

Do., 21. Feb., 20:15 Uhr Fisch lernt fliegen R: Deniz Cooper, D: Salka Weber, Julia Edtmeier, Florian Carove, D/A 2018, 65' Eine junge Frau steht auf der Rialtobrücke in Venedig, in der Kühlbox ihr toter Goldfisch, den sie eigentlich dem Meer überlassen will. Doch ein Gefühl, das stärker ist, lässt sie zweifeln und sie packt den Fisch wieder ein. In dem surrealen Setting einer menschenleeren Stadt macht sie sich auf die Suche nach dem verloren gegangenen Sinn. Fisch lernt fliegen ist das Regiedebüt des Schauspielers Deniz Cooper. Off Season R: Henning Beckhoff, D: Franziska Petri, Godehard Giese, D 2019, 45' Der mittellange Spielfilm Off Season entstand als Henning Beckhoffs Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg und liefert die Zustandsbeschreibung eines Paares kurz vor der Geburt des gemeinsamen Kindes.

Fr., 22. Feb., 18 Uhr Born in Evin R: Marayam Zaree, D 2019, Dok., 94' Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree wurde in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse des Iran geboren. In ihrem dokumentarischen Debütfilm begibt sie sich auf eine persönliche Spurensuche: Sie versucht das Schweigen zu brechen und mit ihren Eltern über die gewaltvollen Umstände ihrer Geburt zu sprechen. Und sie befragt andere Kinder, die in Evin geboren wurden, nach ihren Erfahrungen und den traumatischen Konsequenzen.

Fr., 22. Feb., 20:15 Uhr Dreissig R: Simona Kostova, D: Ovünç Güvenişik, Pascal Houdus, Raha Emami Khansari, D 2018, 114' Die Regisseurin Simona Kostova wurde in Bulgarien geboren und feiert in ihrem dffb-Abschlussfilm eine Partynacht in Berlin. Sechs Freunde Anfang 30 erleben die Intensität des Hier und Jetzt an einem Freitag im Oktober in Berlin-Neukölln.

Sa., 23. Feb., 17:30 Uhr Dust R: Udita Bhargava, D: Morten Holst, Vinay Pathak, Abu Bakr Golu, D/Indien 2019, 80' Die Regisseurin Udita Bhargava, eine Absolventin der Filmuniversität Babelsberg, wurde in Indien geboren und kehrt mit ihrem abendfüllenden Abschlussfilm zurück in ihre Heimat. Sie erzählt die Geschichte von David, der in das unruhige Herz Indiens reist und dort nach den Spuren seiner verstorbenen Freundin sucht. Dust wandelt zwischen Erinnerungswelten und Zukunftsfunken vor dem Hintergrund eines linken Aufstands und zeigt uns Menschen, die in einem unmenschlichen Konflikt gefangen sind.

Sa., 23. Februar, 19:30 Uhr Die Grube R: Hristiana Raykova, D 2019, Dok., 73' In dem Dokumentarfilm Die Grube erzählt Regisseurin Hristiana Raykova, Absolventin der Filmuniversität Babelsberg, von einem Mineralbecken in ihrer Heimatstadt Varna in Bulgarien. Dieses Warmwasserbecken liegt genau am Meer und wird von allen nur liebevoll »die Grube« genannt. Die Menschen sitzen im heißen Wasser, angelehnt am Beckenrand und philosophieren über ihr Leben. Hier treffen persönliche und politische Überzeugungen aufeinander und erzählen vom gesellschaftlichen Wandel und Stillstand am Rande Europas.

Sa., 23. Feb., 21:15 Uhr Berlin Bouncer R: David Dietl, D 2019, Dok., 87' Regisseur David Dietl vereint in Berlin Bouncer die legendären Türsteher Frank Künster, Smiley Baldwin und Sven Marquardt in einem Dokumentarfilm über die Partymetropole Berlin. Die drei sehr verschieden aufgewachsenen Charakterköpfe verfingen sich im Nachtleben der Neunzigerjahre und gelten nun seit vielen Jahren als berühmt-berüchtigte Türsteher bei den angesagtesten Clubs der Stadt. Der Film zeichnet Berliner Kulturgeschichte vom Mauerfall bis in die pulsierende Gegenwart.


Berlin_Bouncer.jpg

Kartenreservierung: 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
 
Telefon:  (0331) 27 18 117
Telefax:  (0331) 27181-26
Email:  info@filmmuseum-potsdam.de
URL:  www.filmmuseum-potsdam.de
 
Öffnungszeiten:  Museum:
Di bis So 10 bis 18 Uhr Einlass bis 17.30 Uhr
Kino:
Di bis So 17 und 19 Uhr, Do bis Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino:
Mi, Sa & So 15 Uhr
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
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