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22.02.2020 - 01.06.2020

Barberini zeigt Monet

So viele Arbeiten von Claude Monet (1840-1926) waren noch nie in einem deutschen Museum zu sehen: Mit "Monet. Orte."ist dem Museums Barberini wieder einmal eine großartige Ausstellung gelungen. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum, wo sie auch schon gezeigt wurde, und man kann an mehr als 100 Gemälden den Orten nachspüren, die Monet interessant genug fand, um sie zu malen.

monet_water-lilies_1903_dai.jpgDie Motive reichen von von Paris über Reiseziele wie London oder Venedig bis zu Seine-Dörfern und seinem immer noch sehenswerten Garten an der Loire, wo er die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte und die berühmten Seerosen-Bilder entstanden. Denen ist übrigens ein Raum der Ausstellung gewidmet, lässt sich an den Seerosenbildern bei dem freien Spiel von Farbe und Form doch erkennen, dass Monet ein wichtiger Wegbereiter der abstrakten Malerei war, erklärte Museumsleiterin Ortrud Westheider.

Im Seerosen-Bild aus dem Dayton Art Institute in Ohio rechts ist gut erkennbar, wie bei Monet sich im Wasser immer die andere Uferseite spiegelt ...

Die Ausstellung ist die erste, die Monets Werdegang im Hinblick auf seine Ortswahl in den Blick nimmt. Und die war ihm wichtig, legte er beim Malen doch großen Wert auf unterschiedliches Wetter, Jahres- und Tageszeiten und das sich dabei verändernde Erscheinungsbild seiner Motive. Damit das auch gut herauskam, suchte er sich auch Ansichten, die nicht leicht abzubilden waren - von der Riviera mit ihrem gleissenden Licht bis zur windgepeitschten Atlantikküste.

monet-installation_dvb_21.jpgBlick in die Ausstellung Foto:David von Becker, © Museum Barberini

Das unterschiedliche Erscheinungsbild ist auch an drei Bildern von Getreideschobern zu sehen. Eines entstand in der Mittagsonne, eines in der Wintersonne auf verschneitem Feld und das dritte zeigt vier Schober in wunderbarem Morgenlicht. Hasso Plattner hat es im Mai letzten Jahres für 111 Millionen Dollar bei Sotheby's ersteigert und damit einen weiteren Schritt getan, um aus Potsdam einen wirklich erstklassigen Kulturstandort zu machen. Wir können uns schon freuen, wenn ab dem 5. September die Impressionisten aus der Sammlung des Museumsgründers Hasso Plattner im Barberini zu sehen sein werden. Mehr als 100 Meisterwerke von Monet, Renoir, Morisot, Sisley, Pissarro, Cross, Signac u.a. sind hier dann dauerhaft zu sehen. "Zuhause hängen dann nur noch Kopien", erzählte Plattner bei der Ausstellungseröffnung, "glücklicherweise kann ich die von den Originalen manchmal nur unterscheiden, wenn ich mit den Fingern darüberfahre."

Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Sammlung Hasso Plattners, Stifter des Museums Barberini, sowie der Impressionismus-Bestand des Denver Art Museums. Dazu kommen Leihgaben aus dem Musée d'Orsay und dem Musée Marmottan Monet in Paris, der National Gallery in London, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Art in Washington, D. C., dem Hammer Museum in Los Angeles sowie dem National Museum of Western Art in Tokio und der National Gallery of Australia in Canberra.

Zur Ausstellung erschien ein 280-seitiger Katalog (Prestel, 2020).

monet_claude_1890_meules_s-2019.jpgClaude Monet: Getreideschober, 1890, Öl auf Leinwand, 73 x 92,5 cm, Museum Barberini. Fotografie: © Lutz Bertram, Berlin

 


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Museum Barberini
Humboldtstraße 5-6
14467 Potsdam
 
Telefon:  0331 97992-185
Telefax:  0331 97992-183
Email:  info@museum-barberini.com
URL:  http://museum-barberini.com/
 
 
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