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05.02.2020

Gemälde "Cain or Hitler in Hell" von George Grosz nun im DHM

Das Deutsche Historische Museum hat das Gemälde "Cain or Hitler in Hell" erworben, dasGeorge Grosz 1944 gemalt hatte. Der Maler und Kriegsgegner war bereits im Januar 1933 nach New York emigriert, die Nachrichten aus Deutschland führten aber zu entsprechenden Bildern: Grosz war als KPD-Mitglied nicht nur enttäuscht, dass sich die "proletarischen Massen" nicht gegen die "Machtergreifung" gewehrt hatten, neben dem Krieg und der menschenverachtenden Politik des Nationalsozialismus machten ihn auch die Berichte entkommener Emigranten aus den KZs immer fassungsloser. Die daraufhin entstandenen Bilder gipfeln in "Cain, or Hitler in Hell": Ein übergroßer Adolf Hitler sitzt auf einem Felsen vor einem düsteren Kriegsinferno inmitten eines Haufens kleiner Skelette. Das Bild gilt als eine der herausragenden Arbeiten, die im Exil geschaffen wurden.
George Grosz_Cain or Hitler in Hell_1944_DHM © VG Bild, GFLP, vertreten durch Lilian Grosz.jpgGrosz selbst beschrieb das Bild als Darstellung von "Hitler als faschistisches monster, oder als apokalyptisches beast, verzehrt von seinen eigenen Gedanken und Kindern". Er setzte es mit der Figur Kains gleich, des in der biblischen Tradition ersten und archetypischen Mörders der Menschheitsgeschichte. Foto:DHM / © VG Bild, GFLP, vertreten durch Lilian Grosz

Das Gemälde befand sich seit seiner Entstehung im Besitz der Familie und wird ab dem 4. Februar in der Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unterstützt wurde der Ankauf vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder.

 


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Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 20 30 40
URL:  www.dhm.de
 
 Rubriken: 

Kunst und Kultur
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