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25.12.2017 - 31.12.2017

Festtägliche Konzerte

Wenn sich der Weihnachtstrubel ein wenig gelegt hat und das Festessen bewältigt ist, könnte ein besinnliches Konzert bei vielen Menschen der Stimmung gut tun. Ein Ort, an dem man in dieser Beziehung häufig fündig werden kann, ist der Berliner Dom; an Heiligabend reiht sich hier ein Gottesdienst an den nächsten, aber danach wird's musikalisch.

Am ersten Feiertag, 25. Dezember 2017, beginnt um 20 Uhr ein festliches Weihnachtskonzert mit Werken von Bach, Händel u.a. Es spielen und singen das Blechbläserquintett Lars Ranch und die Sopranistin Andrea Chudak und an der Orgel wirkt Domorganist Andreas Sieling.

güttler-ludwig.jpgAm zweiten Feiertag, 26. Dezember, kommen um 20 Uhr alle Freunde perfekter Trompetenklänge auf ihre Kosten - bei der Dresdner Bläserweihnacht ist Ludwig Güttler mit seinem Bläserensemble zu Gast.

Am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. Dezember, kann man um 20 Uhr der 9. Sinfonie lauschen. Beethovens Klänge umsetzen werden das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, der Philharmonische Chor Berlin sowie Eva Oltivanyi, Sopran, Saskia Klumpp, Alt, Daniel Sans, Tenor und Rainer Scheerer, Bass-Bariton. Das Orchester unter Leitung von Howard Griffiths gastiert bereits zum zweiten Mal mit Beethovens Neunter zum Jahresende im Berliner Dom.

Am 31. Dezember folgt um 19.30 und um 21.30 Uhr ein Silvesterkonzert, bei dem Joachim Pliquett mit seiner Trompete und Martin Schmeding an der Orgel gleich doppelt Werke von Bach, Mendelssohn und Mussorgsky anstimmen.

Der Neujahrstag ist dann wieder Festgottesdiensten vorbehalten, ein Hinweis auf den 5. Januar ist aber noch angebracht: Dann werden um 20 Uhr die Kantaten IV-VI des Bach'schen Weihnachtsoratoriums erklingen. Es wirken mit: Stephanie Henke, Sopran, Sandra Marks, Alt, Clemens Löschmann, Tenor, Jörg Gottschick, Bass, die Berliner Domkantorei und das Barockorchester "Aris & Aulis". Die Leitung hat Domkantor Tobias Brommann.

Die Preise sind unterschiedlich und bewegen sich zwischen 9 und 40 Euro. Karten erhält man an der Konzertkasse im Dom, Telefon (030) 202 69 136 und unter www.berlinerdom.de in der Rubrik Termine/Tickets - s. folgenden Link.
 
URL:  www.berlinerdom.de/component/option,com_calendar/Itemid,157/extmode,week/date,2017-12-24/lang,de//abgelaufene,/volltext,/druckansicht,


Zur Umkreissuche   Anschrift
Berliner Dom
Am Lustgarten 1
10178 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 - 20 26 91 28
Email:  Info@berliner-dom.de
URL:  www.berlinerdom.de
 
Preußens Pracht in der Berliner Mitte

Die Geschichte des Berliner Doms reicht bis ins Jahr 1465 zurück, als auf der Spreeinsel mit dem Bau einer Domkirche für das neu erbaute kurfürstliche Schloss zu Cölln an der Spree begonnen wurde.

Diese alte Kirche wurde 1747-1750 durch den Bau eines neuen, barocken Doms ersetzt. Friedrich der Große entschied sich für den Bau nach den Plänen von Johann Boumann. Eine Erneuerung des Doms innen und außen erfolgte bis 1822 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel.

Doch schon im 19. Jahrhundert begann man einen Domneubau am Lustgarten zu planen. Nach den Vorstellungen von August Stüler wurde 1842 mit dem Bau des neuen Doms begonnen. Er sollte eine fünfschiffige Basilika erhalten und als imposantes Bauwerk ins Auge stechen. Geringes Engagement und fehlende Mittel führten jedoch dazu, dass die Arbeiten 1848 zum Erliegen kamen.

Nach langem Hin und Her genehmigte Wilhelm II. erst 1891 einen überarbeiteten Entwurf von Julius Carl Raschdorff. Der neue Bau im Stil der barocken italienischen Hochrenaissance konnte 1905 eröffnet werden. Majestätisch ragte die Kuppel, umrahmt von vier Ecktürmen, 114 Meter in die Höhe. Neutestamentliche und kirchenreformatorische Verzierungen schmückten das Gebäude. Der Bau kostete rund 11,5 Mark.

Während des zweiten Weltkriegs blieb der Prachtbau nicht von den Bombenangrifen verschont. 1944 zerstörte eine Flüssigkeitsbombe zunächst die gesamte Kuppelkonstruktion, deren herabstürzende Teile den Boden des Kirchenraums durchschlugen, wodurch die Flammen bis in die Gruft vordringen konnten.

Durch Vandalismus und Witterungseinflüsse wurden in den folgenden Jahren weitere Teile des einst imposanten Gebäudes zerstört. Erst 1953 wurde eine Notüberdachung errichtet, wegen fehlender Gelder für den Wiederaufbau wurden Gottesdienste eine Zeit lang im teilweise noch erhaltenen Gruftbereich abgehalten.

Mit Unterstützung der Evangelischen Kirche und der Bundesregierung konnte im Jahre 1975 mit einem umfangreichen Wiederaufbau des Doms begonnen werden. Die Außenarbeiten wurden 1983 abgeschlossen, die Arbeiten im Innenraum dauerten insgesamt bis 2002 an. Neben dem faszinierenden Innenraum der Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel sind auch die Hohenzollerngruft, das Dommuseum und die Tauf- und Traukirche ein sehenswerter Stop während eines Berlin Besuchs.

 
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