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29.08.2019 - 08.12.2019

Potsdam unter dem Roten Stern

Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 bis 1994

Fast fünfzig Jahre war die Rote Armee in Potsdam präsent - für die Bewohner war das eine gewisse Selbstverständlichkeit, doch Genaueres über die Armee und ihre räumliche Verteilung wusste kaum jemand. 25 Jahre nach dem Abzug zeigt das Potsdam Museum nun einige ovn mehr als 1.500 in den Kasernen geborgenen Fundstücken sowie Fotos und Karten, die vielleicht manche alte Frage beantworten, die aber auch für Berliner durchaus interessant sind.

Potsdam Museum_RAa.jpgAnders waren sie kaum warnehmbar: Russische Soldaten in Potsdam. Foto: Potsdam Museum/Lea Städler

In der DDR lebten bis zu 700.000 Soldaten und Angehörige der sowjetischen Truppen, in Potsdam und in Krampnitz zeitweise mehrere Zehntausend. Die Garnison Potsdam war dabei zwischen 1945 und 1952 als Oberkommando für das sowjetische Militär von zentraler Bedeutung. Auch in den folgenden vier Jahrzehnten besaß die Garnison Potsdam eine gewisse Sonderstellung, die in der Ausstellung erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Als Beispiel sind die Dokumente und Exponate des sowjetischen Soldatensenders "Wolga" zu nennen, die die Tätigkeit eines bisher kaum bekannten Potsdamer Rundfunksenders belegen.

Potsdam Museum_RAb.jpgUnd das blieb von ihner Präsenz übrig ... Foto: Potsdam Museum/Peter Frenkel

Nach außen traten die sowjetischen Soldaten fast nur im Rahmen ihres militärischen Auftrages oder zum Gruppenausflug im Park Sanssouci in Erscheinung, in der Regel lebten die Angehörigen der Besatzungsmacht hinter den Mauern ihrer Quartiere. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Mauern von Kasernen und Stadtteilen, die fast ein halbes Jahrhundert für die Bevölkerung nicht öffentlich zugänglich waren.

 


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Potsdam Museum Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9 (Altes Rathaus)
14467 Potsdam
 
 
 
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