Home

23.01.2017

Museum Barberini eröffnet

Erste Ausstellungen zum Impressionismus und zu Klassikern der Moderne

Die Potsdamer wissen es alle, aber den Berlinern kann man es durchaus noch mitteilen: In der Mitte der brandenburgischen Landeshauptstadt wurde neben dem wiedererrichteten Schloss drei Jahre lang gebaut, im Dezember konnte man ein fertiges Palais besichtigen und nun eröffnet am 23. Januar das Museum Barberini - und die Stadt hat ein Kunst­museum, um das man sie nur beneiden kann.

Beim ersten Besuch kann man sich bis zum 28. Mai gleich zwei Ausstellungen ansehen, die beide Werke der Kunstsammlung des Museumsgründers Hasso Plattner vorstellen und sie in den Kontext von Ausstellungsstücken aus internationalen Museums- und Privatsammlungen stellen. Unter den 170 gezeigten Werken kommen Leihgaben aus dem Denver Art Museum, dem Frankfurter Städel, der Petersburger Eremitage, dem Israel Museum in Jerusalem und der National Gallery in Washington sowie von Privatleihgebern aus vielen Ländern.

Die erste Ausstellung "Impressionismus. Die Kunst der Landschaft" zeigt, dass die Impressionisten ihr Publikum zwar vor allem in Paris fanden, ihre Lieblingsmotive aber eher ländlicher Natur waren. Claude Monet, Alfred Sisley, Camille Pissarro und Gustave Caillebotte malten Wald und Wiesen, Gärten, Schnee­landschaften und das Meer, am Alten Markt werden ihre Bilder nun in Themen­räumen gezeigt, in denen immer mehrere Bilder zu ähnlichen Motiven gehängt sind. Wie sie Licht und Natur unterscheidlich darstellten, soll sich so besonders gut erkennen lassen.

monet_seerosen_1904.jpg
Diese Seerosen malte Claude Monet 1904, und noch immer sieht der Garten und der Teich des Malers so aus wie damals. Giverny im Sommer sollte man einmal gesehen haben. Foto:Denver Art Museum

In der zweiten Ausstellung "Klassiker der Moderne" werden Bildern von Liebermann, Munch, Nolde und Kandinsky gezeigt. 60 Gemälde und Skulpturen aus mehr als 100 Jahren gehen in sechs Kapiteln Fragen der künstlerischen und gesellschaftlichen Emanzipation nach. Ausgehend von den 1890er Jahren über den deutschen Impressionismus, den Fauvismus bis hin zur abstrakten Malerei nach dem Krieg soll sich so die Entwicklung der Malerei im 20. Jahrhunderts nachverfolgen lassen.

Ausgehend von der Sammlung von Hasso Plattner soll das Haus nun prinzipiell Ausstellungen zu einzelnen Themen, Künstlern oder Epochen zeigen. Da der Stifter und Mäzen des Hauses vor allem Arbeiten des Impressionismus, der Amerikanischen Moderne, Kunst der DDR-Zeit und aktuelle Malerei sammelt, besteht ein interessanter Erwartungshorizont - doch jetzt sollte erst einmal einen Blick in die sicher nicht schlecht ausgestatteten Eröffnungsausstellungen werfen.

Gut kennenlernen kann man das neue Museum auch mit dem Audio-Guide. Er wurde von Günther Jauch besprochen.

Zur Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft ist ein Katalog in deutscher und englischer Ausgabe im Prestel Verlag / München erschienen - mit einem Vorwort von Hasso Plattner. 252 Seiten, 29,90 (im Museum), 39,90 (im Buchhandel).


Öffnungszeiten:
Mo & Mi-So 11-19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11-21 Uhr, Di geschlossen (Sonderöffnungszeit am Di 24.1.2017, 11-19 Uhr)
Mo-Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9-11 Uhr

Eintritt 14 / erm. 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei
Jahreskarte Einzelperson 30 / Jahreskarte Paare 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) 20

Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Museum Barberini
Humboldtstraße 5-6
14467 Potsdam
 
Telefon:  0331 97992-185
Telefax:  0331 97992-183
Email:  info@museum-barberini.com
URL:  http://museum-barberini.com/
 
 
Rock&Pop Tickets bei www.eventim.de