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25.03.2016 - 28.03.2016

Ostern wie im Mittelalter

Kommt Ostern, beginnt auch der Frühling - kein Wunder also, dass Freiluft-Einrichtungen jetzt die Saison eröffnen. Das Museumsdorf Düppel ist dafür ein Beispiel, denn bei schönem Wetter ist es ein ausgesprochen beliebtes Ausflugsziel und an den Feiertagen wird in dem mittelalterlichen Dorf gleich vier Tage lang eine Menge geboten - auch ein Einblick in alte Bräuche und Angewohnheiten.

Von Karfreitag bis Ostermontag kann man in Düppel in die Welt des Mittelalters eintauchen. Kinder können nicht nur Ostereier bemalen, sondern wahrscheinlich die ersten Lämmer begrüßen und vielleicht auch neue Dorfbewohner bewundern. Auf dem Dorfplatz stellt man Feuerkörbe auf, die vertreiben nicht nur die eventuell vorhandene Kälte, sie sorgen auch für Stimmung. In dem Backhaus wird gebacken und der Osterhase soll vor dem Sonntag auch schon unterwegs gewesen sein. Gute Stimmung wird von mittelalterlicher Musik unterstützt und für Kinder gibt's verschiedene Mitmach-Angebote und sie können in einem Waldstück sogar ein kleines Zelt mit einer Märchenerzählerin entdecken. Hobby-Ornithologen kommen hingegen am Ostermontag um 11 und um 13 Uhr bei den Vogelführungen von Derk Ehlert auf ihre Kosten.

Damit der Winter sich auch wirklich verabschiedet, versucht man sich in diesem Jahr an einem märkischen Winteraustreiben. Das mittelalterliche "Winteraustreiben und Sommereinholen" ist ein alter Brauch, den es vermutlich schon in vorchristlicher Zeit gab. In Umzügen werden an den vier Tagen Strohpuppen, die den Winter darstellen, durch das Dorf getragen und anschließend verbrannt. Zum ersten Mal gibt es auch eine musikalische Osternacht, bei der am Ostersonnabend die Düppler Tore auch nach 18 Uhr geöffnet bleiben. Bei Feuerschein, Gewürzwein und von den "Spielleuten Uhlenflug" gespielter historischer Musik soll das Frühjahr und das Osterfest tanzend empfangen werden. Und damit keiner verhungert, gibt es wieder die Düppel Bio Lammbratwurst, Flammkuchen, Düppler Krautfladen, Märkischen Schinkengulasch, eine vegetarische Suppe, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, frisches Brot, heißen Apfelsaft, Gewürzwein und natürlich das begehrte Stockbrot. Klingt gut, oder?
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Handwerk wird im Museumsdorf Düppel betrieben wie vor 800 Jahren - auch an Ostern.

Das zur Stiftung Stadtmuseum Berlin zählende Museumsdorf Düppel zeigt, wie die Menschen vor etwa 800 Jahren in unserer Gegend lebten. Das mittelalterliche Dorf besteht aus Häusern, die man anhand archäologischer Funde und historischer Quellen errichtete und die so angelegt sind, dass die Bewohner damals übliche Handwerke ausüben und natürlich Landwirtschaft betreiben könnten. Man konstruierte sie mit Unterstützung der Altertumswissenschaften nach zeitgenössischen Quellen. Zu manchen Themen der experimentellen Archäologie haben ehrenamtliche Mitarbeiter des Dorfes im Laufe der Jahre wegweisende Forschungsergebnisse vorgelegt.
 


Zur Umkreissuche   Anschrift
Museumsdorf Düppel
Clauertstraße 11
14163 Berlin - Steglitz-Zehlendorf
 
Telefon:  030 - 802 66 71
Email:  info@dueppel.de
URL:  www.dueppel.de
 
Das Museumsdorf Düppel in der Stiftung Stadtmuseum Berlin zeigt ein mittelalterliches Dorf inmitten von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Landschaft, wie es vor rund 800 Jahren tatsächlich ausgesehen haben könnte.
Auf einer Fläche von etwa 8 Hektar wurde versucht, die Bebauung anhand archäologischer Funde sowie einfache Handwerke und Landwirtschaft nach zeitgenössischen Quellen zu rekonstruieren.
 
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