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22.06.2018 - 24.06.2018

48 Stunden Neukölln ...

Von Freitag bis Sonntag läuft wieder das Kunstfestival 48 Stunden Neukölln und das Jahresthema heißt diesmal "Neue Echtheit" - ein selbstbestätigendes Motto, das etwa 2.000 Künstlerinnen und Künstler an 250 Orten füllen können. Außerdem öffnen rund 90 Projekträume und Ateliers in Nord-Neukölln ihre Türen und präsentieren ihr Programm.

In dem auf den gesamten Neuköllner Norden verteilten Festival finden an zwei Orten kuratierte Ausstellungen statt, die das Festivalthema "Neue Echtheit" aufgreifen: In dem alten Sparkassengebäude in der Karl-Marx-Straße versucht man unter dem Titel BANK, BLANK die zeitgenössische Bedeutung des Echtheitsbegriffes aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten udn fragt, welche Bedeutung Echtheit in der heutigen Gesellschaft noch haben könne. Im Kesselhaus des KINDL-Zentrums für zeitgenössische Kunst kuratierte Martin Steffens die Gruppenausstellung IRRReal, die zeigen möchte, wie Künstler heute mit Schein und Wirklichkeit arbeiten, mit Realismus und Fiktion. Am Sudhaus 3 stoßen dabei tradierte Techniken wie Malerei auf VR-Experiences oder Augmented Reality.48h_Kristin Kolb, Trau, schau, wem.png"Trau, schau, wem" heißt diese 2011 entstandene Arbeit von Kristin Kolb, die in der Ausstellung IRRReal im Kindl-Kesselhaus zu sehen ist. Foto:(c) Kristin Kolb

Um der Masse der Angebote ein wenig begegnen zu können, empfehlen sich geführte Touren durch die Kieze sowie dialogische Führungen in den zentralen Ausstellungen. Logo gibt es auch Rundgänge in Gebärdensprache sowie für Blinde und Sehbehinderte.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat das Festival in den Kreis der "stadtpolitisch relevanten Veranstaltungen" aufgenommen und fördert es nun im Rahmen des Festivalfonds. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir damit erstmals in der Geschichte des Festivals Strukturen optimieren und die 48 Stunden Neukölln so auf die Zukunft ausrichten können", erklärt der Festivalleiter Dr. Martin Steffens. "Das ist ein wichtiges Signal für die vielen Künstlerinnen und Künstler der freien Szene, die das Festival so lange mit ihrem ehrenamtlichen Engagement getragen haben", ergänzt sein Kollege Thorsten Schlenger. Durch die Unterstützung des Festivalfonds kann ein Teil der Mitwirkenden nun Honorare oder Sachmittel erhalten - der angestrebten Wertediskussion eröffnen sich in Zukunft also neue Anwendungsfelder.
Da die 48 Stunden bereits zum 20. Mal stattfinden, blickt eine 100-seitige Festschrift in Interviews mit den unterschiedlichsten Kulturschaffenden auf die Entwicklung des Festivals zurück und versammelt Gedanken und Erinnerungen.

Eingebunden ist auch ein Festival JUNGE KUNST NK, das Arbeiten von Kindern und Jugendlichen zum Thema "Unterwegs" vorstellt. Mehr als 30 Institutionen, Jugendeinrichtungen, Kunst- und Kreativorte beteiligen sich daran.

Last, not least will auf dem Landwehrkanal ein Schiff mit sechs Berliner Bands und Musikern eine Reise durch die aktuelle Berliner Popmusikszene bieten ("Berlinsoundnow"). Start ist am Sonnabend mit der schwedischen Sängerin Moa McKay (Retro-Singer-Songwriter-Sound), es folgen das Duo RE!SE mit Xylofon, Cello und Elektronik und das Duo Karpov not Kasparov mit 80er Dancefloor-Klängen mit orientalischen Einflüssen. Am Sonntag spielen die Band Tipps für Wilhelm, die Berlinerin Kitty Solaris und die deutsch-schwedische Band Wolf & Moon ("Dreamfolk"). Das Schiff legt immer zur vollen Stunde am Wildenbruchplatz ab, fährt 40 Minuten und immer spielt eine der Bands. Tickets gibt's vor Ort ab Samstag 13 Uhr zu einem Preis von 2,50 Euro.

Und nun das Wichtigste: Das gesamte Festivalprogramm findet man unter
 


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Neukölln
Karl-Marx Straße
12055 Berlin - Neukölln
 
 
 
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