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17.03.2017 - 28.04.2017

Jacques Ferrier: Impressionismus

Noch bis Freitag, 28. April, werden in der Architektur-Galerie (Nähe U-Bhf. Weberwiese) Arbeiten des Architekten Jacques Ferrier
vorgestellt, der im Lauf seiner Karriere sehr eigenständige Zugänge zur Architektur entwickelte. Er lehnte den strengen Formalismus der Moderne ab und bietet stattdessen eine Technologie an, die das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt verbessern soll. Im Zentrum steht dabei die Idee der "Sensual City” mit dem Ziel, dass alle Gebäude auf die sinnlichen Erfahrungen des Menschen reagieren und gleichzeitig zu ihnen beitragen sollen. 2010 gründeten Jacques Ferrier und Pauline Marchetti das "Sensual City Studio”, ein Forschungs- und Kreativlabor, dessen Ziel Vorschläge für eine menschliches und angenehmes Leben in der Metropole sind.

Umgesetzt werden soll das beispielhaft in einem Neubau für das Hauptquartier der Metropolenregion Rouen-Normandie, das Ende 2017 fertiggestellt sein soll. Ungewöhnlich ist eine Doppelfassade, die aus dem Gebäude ein Nullenergiehaus macht. Ihr Aussehen sei als Tribut an den Impressionismus zu lesen, der fester Teil von Rouen's Kulturgeschichte ist. Das farbige Muster der Glaspaneele, die das Gebäude umschließen, ist von einem der zahlreichen Bilder inspiriert, die Claude Monet in Rouen gemalt hat. Spitzentechnologie und Poetik sollen sich so zusammenfinden, wobei eine Apperatur hilft, die den Lichteinfall beeinflusst und mit der Steuerung der Luftzufuhr das Mikroklima variiert.

Ferrier_Rouen_Pauline Marchetti 1_Kopie.jpgBlick in das farblich Monet nachempfundene Null-Energie-Gebäude in Rouen. Foto: Marchetti

Unter dem Titel "Impressionismus” zeigt Jacques Ferrier in der Architektur Galerie auch eine optische Installation, die mit Licht und Farbe spielt. Sie ermöglicht dem Besucher eine Vorstellung von einem neuen Gebäudes an der Seine. Die Szenografie dafür hat Pauline Marchetti entwickelt, gleichzeitig ist sie Autorin der in der Ausstellung gezeigten Filme.

Jacques Ferrier hat sein Büro 1993 in Paris gegründet. Zu seinen jüngsten Projekten gehören der Französische Pavillon auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai, die Internationale Französische Schule in Beijing, das Airbus Lieferzentrum in Toulouse und das Hauptquartier von Hachette Livres in Vanves. Außerdem haben Jacques Ferrier und Pauline Marchetti das Gestaltungskonzept der 68 zukünftigen Stationen des Grand Paris Express entwickelt.

2016 erschien bei Thames & Hudson die umfassende Monografie "The Architecture of Jacques Ferrier”.

 


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