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03.02.2018 - 25.02.2018

Left Performance Histories

Kann man Performances in einer Ausstellung zeigen? Nun ja, auf jeden Fall kann man sich damit beschäftigen. Im Veranstaltungsraum der nGbK in der Oranienstraße will man auf einige Fragen eingehen: Wo fängt eine Performance an und wo hört sie auf? Wie verändert sich diese Kunstform im Kontext späterer Ausstellungen? Was erzählen Performances aus dem sozialistischen Osteuropa über künstlerische Ausdrucksweisen, politische Kritik oder gesellschaftlich unangepasstes Verhalten?

Die Ausstellung Left Performance Histories zeigt osteuropäische Aktionskunst ab den 1970er Jahren und reflektiert ihre fortwährende Bedeutung in der Gegenwart. Einige der gut 25 vorgestellten Künstlerinnen und Künstler dürften den seltenen Kennern der alternativen Kulturszenen des ehemaligen Ostblocks vertraut sein, aber auch sie können Neues entdecken.
Temás_Király_Modeperformance_1989_Foto_Jonathan_Csaba_Almási.jpg1989 vorgeführte Modeperformance von Tamás Király, dem wichtigsten Modeschöpfer Ungarns (der übrigens 2013 umgebracht wurde). Das Model passt schon mal zu Budapest, mehr darüber erfahren kann man in der Ausstellung. Foto: Jonathan Csaba Almási

Allerdings betrachtet die Ausstellung Performancekunst nicht unter politischen Bezügen, sondern sie wird als Ort des Vergnügens begriffen, an dem gängige Selbstdarstellungen und gesellschaftliche Normen von Geschlechtsidentität, Sexualität und Schönheit umgangen werden. Und es wird erkundet, wie die Geschichte/n der Performancekunst im Laufe der Zeit hervorgebracht, reguliert und interpretiert wurden. Left Performance Histories fragt, was diese Kunst ausmacht und wer sie archiviert.

Mit: Vlasta Delimar, Orshi Drozdik, Tomislav Gotovac, Ion Grigorescu, Jürgen Hohmuth (chic, charmant & dauerhaft / ccd), Sanja Iveković, El Kazovszkij, Judit Kele, Tamás Király, László Lakner, Zbigniew Libera, Marijan Molnar, Sven Marquardt, Ewa Partum, Zygmunt Piotrowski, Christine Schlegel, Hans-Joachim Schulze & Peter Oehlmann (Gruppe 37,2), Irmgard Senf (Exterra XX), Mladen Stilinović, Sven Stilinović, Gabriele Stötzer, Tamás Szentjóby, Bálint Szombathy, Rasa Todosijević, Zelimir Zilnik

Termine zur Ausstellung:

Freitag, 16. Februar
  • 15.00 Uhr Diskussion: Performance als Ort unangepassten Verhaltens (Teil 1): Mode und Genderentgrenzung
  • 15.00 Uhr Performance: "Right to an orgasm at over 60" von Vlasta Delimar
  • 17.30 Uhr Künstler_innengespräch: Ewa Partum und Karolina Majewska-Güde "Frauen, die Ehe ist gegen Euch!"
  • 19.00 Uhr Performance: "KONTRAKTUS - célébration sologame" von Judit Kele

Samstag, 17. Februar
  • 14.00 Uhr Gespräch: Performances und ihre Archive
  • 16.00 Uhr Künstler_innengespräch: Jürgen Hohmuth "'Ein bunter Blumenstrauss für unsere Republik'. Mit Spaß, Kunst und Mode Konventionen brechen in der DDR"
  • 17.00 Uhr Performance: "Vocabulary of Revolutionary Gestures" von Elske Rosenfeld
  • 18.00 Uhr Gespräch: Performance als Ort unangepassten Verhaltens (Teil 2): Linke Kritik
  • 20.00 Uhr Performance: "Alice in Codeland" von Katalin Ladik
 

Eintritt kostenlos


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