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08.12.2017 - 08.04.2018

Im Reich der Misteldruiden

Das grafische Werk von Yves Tanguy

Yves Tanguy (1900-1955) gehört zu der ersten Generation von Malern, die sich kurz nach Erscheinen des ersten Manifests des Surrealismus (1924) der Literaten-Gruppe um André Breton anschlossen. Im Kreis der Surrealisten "Reiseleiter aus der Zeit der Misteldruiden" genannt, gehörte Tanguys Atelier in der Rue du Château zu den wichtigen Treffpunkten des Surrealismus. Hier traf sich eine ganze Generation von Künstlern und Literaten, die später das kulturelle Leben Frankreichs prägten.

01_Man_Ray_Yves_Tanguy.jpg02_Yves_Tanguy.jpgVom Aussehen her kann man Yves Tanguy vermutlich als Punk-Vorläufer ansehen. 1929 fotografierte ihn Man Ray ganz manierlich, zwei Jahre zuvor ein unbekannter Fotograf in wilder Pose. Fotos: Heinz Joachim Kummer-Stiftung, Köln / Wolfgang Wittrock, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Im Zentrum der Sonderausstellung "Im Reich der Misteldruiden. Das grafische Werk von Yves Tanguy" steht erstmals das bislang nur wenig bekannte druckgraphische Werk des Künstlers. Mit nur ca. 35 Nummern überrascht es durch seine Vielfalt und gibt einen Einblick in die reichhaltigen Möglichkeiten des Mediums, die Tanguy mit Raffinesse nutzt.

Daneben bietet die Ausstellung einen abwechslungsreichen Parcours durch den Surrealismus. Die Formensprache der Bilder des Autodidakten Tanguy - organische gewölbte, gestraffte oder weich ausdehnende abstrakte Körper in einer endlos erscheinenden Welt - nimmt die weichen Gestalten Salvador Dalís vorweg, sie erinnern an die abstrakten Reliefs von Hans Arp oder weisen voraus auf die amorphen Figurationen von WOLS. Ausgehend von den Lebensstationen Tanguys wird sein Schaffen anhand einzelner Werke nachgezeichnet sowie einzelne Aspekte des Surrealismus beleuchtet, die Tanguys künstlerisches Werk mit dem seiner Zeitgenossen verbindet.

05_Yves_Tanguy_Je_suis_venu_comme.jpgYves Tanguy Je suis venu comme j'avais promis, Adieu (Ich bin gekommen, wie ich's versprochen hab', ciao), 1926 // Nationalgalerie, Sammlung Scharf-Gerstenberg © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
 


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