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23.09.2017 - 04.11.2017

Schlag auf Schlag - eine Ausstellung über Fritz Kühn und die Eisenschmiedekunst

"7 Metaller und Fritz Kühn" ist der Untertitel der in Adlershof gezeigten Ausstellung "Schlag auf Schlag", die sich der Tradition der Eisenschmiedekunst und ihrem zeitgenössischen Ausdruck widmet. Gezeigt werden Arbeiten von Fritz Kühn, der in Bohnsdorf eine Schmiede mit großer Ausstrahlung gründete, und von Andreas Freyer, Achim Kühn, Peter Pechmann, Christian Roehl, Rüdiger Roehl, Jan Skuin und Thorsten Theel.
SCHLAG-AUF-SCHLAG.jpgHervorragende Werkstatt für Eisenschmiede ... Foto: Galerie Alte Schule Adlershof

Eisenschmiede und Metallgestaltung sind Handwerkstechnologien, die in unserer schnelllebigen Zeit mehr und mehr verschwinden. Die alte Schmiede mit der Feuerstelle und dem Blasebalg vermittelt uns ein fast anachronistisches Bild einer vergangenen Welt. Fritz Kühn, der 1937, vor achtzig Jahren, seine Eisenschmiede in Berlin-Bohnsdorf gegründet hatte, gab sich der modernen Formgestaltung hin und setzte damit in der Formensprache der traditionellen Eisenschmiede neue Maßstäbe. Seine Wirkung auf die Jüngeren war eindringlich und fruchtbar. Für manche der dort arbeitenden Schmiede und Architekten war die Werkstatt wie ein Labor. Man tauschte Vorschläge und Ideen aus und es wurde heftig diskutiert. Jeder, der hier ausgestellt ist, hat sich in seinem künstlerischen Leben immer wieder formgestalterisch auseinandergesetzt. Jeder der Ausstellenden fand seine eigene Handschrift, seine eigene Formensprache. Doch alle verbindet das Material, das schwer zu verarbeitende Metall, bei der Suche nach dem eigenen, persönlichen Ausdruck - ob figürlich, gegenständlich oder abstrakt. Sie alle teilen eine große Achtung vor dem Vorbild - Fritz Kühn.

Vor genau fünfzig Jahren verstarb Fritz Kühn. Dank des Engagements seines Sohnes, dem Metallbildhauer und Kunstschmied Achim Kühn, der nach wie vor durch sein künstlerisches Schaffen die Schmiede aktiv hält, bleibt Fritz Kühn in Berlin und insbesondere im Bezirk Treptow-Köpenick eine lebendige Erinnerung.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 22. September, um 20 Uhr
Begrüßung: Cornelia Flader, Bezirksstadträtin
Laudatio: Günter Höhne, Kulturpublizist
Musik: Klangart-Berlin (Wolfgang Ohmer, Peter Stein) Klanglandschaften und Soundcollagen / HANG, Gitarre
Kuratorin: Dorit Bearach

Am Donnerstag, 5. Oktober, findet um 19 Uhr ein Gespräch über die Geschichte und Wirkung des Metallgestalters Fritz Kühn und die Bedeutung seiner Werkstatt statt. Es nehmen teil Prof. Ditmar Kuntzsch, Günter Höhne und Jan Skuin, die Moderation übernimmt Dorit Bearach.

 
URL:  http://galerie-alte-schule-adlershof.de/


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Dörpfeldstraße 56
12489 Berlin - Treptow-Köpenick
 
Telefon:  030-902 975 717
Email:  info(@)galerie-alte-schule-adlershof.de
URL:  www.galerie-alte-schule-adlershof.de
 
 
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