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26.08.2017 - 03.09.2017

Die lustigen Weiber aus Windsor

Sommeroper in Britz

Laut Überlieferung soll es die englische Königin gewesen sein, die sich um 1596 herum von William Shakespeare eine Komödie mit dem lebenslustigen Angeber Falstaff gewünscht hatte, wahrscheinlich ohne zu ahnen, was für ein erfolgreiches Opernthema sie damit inspirieren würde. Antonio Salieri, Otto Nicolai und Giuseppe Verdi und andere haben mit dem dickbäuchigen Ritter Triumphe gefeiert.

Lustige Weiber_Leine.jpgEiner der ersten war jedoch der singspielerfahrene Komponist der Wiener Klassik Carl Ditters von Dittersdorf, der sich schon 1796 von Georg Christian Römer ein deutsches Libretto frei nach The Merry Wives of Windsor schreiben ließ. Damit gelang ihm, was wir sonst nur von der fast gleichzeitig entstandenen Zauberflöte kennen - die Verbindung von hochfeudaler Gesangsartistik mit massenwirksamem Unterhaltungstheater. Die lebensnahen Charaktere singen je nach Situation populäre Strophenlieder oder beklagen ihr Schicksal in virtuosen Arien. Zur Freude des Publikums geraten die Figuren in absurd-komische Situationen oder streiten sich in dramatischen Ensembles. Der berühmte Waschkorb und die Wäscheleinen aus Windsor sind in diesem Jahr zentrale Requisiten. Dabei steht die Kleidung nicht nur für das Tagwerk der Frauen, sondern auch für das Spielerische der Inszenierung. Hier wird verkleidet und versteckt was das Zeug (bzw. die Leine) hält und alle Darsteller müssen sich in mehreren Rollen beweisen.

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Noch ohne Kostüm, aber voll bei der Sache: Andrea Chudak und Friederike Harmsen bei den Proben. Foto: Musikschule Paul Hindemith/ Alex Adler

Carl Ditters von Dittersdorf lebte nicht nur zu Zeiten Mozarts, er war damals auch beliebter als der große Meister. So wurde in Wien die Zauberflöte abgesetzt, als eine neue Oper von ihm herauskam. "Die lustigen Weiber aus Windsor" konnte man bis vor kurzem aber nicht nicht aufführen, weil die einzige in Dresden aufbewahrte Abschrift bei der Auslagerung im Krieg durch Wasserschäden fast unlesbar geworden war.

Der bayrische Lehrer und Musikliebhaber Georg Hermansdorfer hat die Partitur und das Orchestermaterial aber in fast dreijähriger Puzzlearbeit vollständig rekonstruiert und die Shakespeare-Vertonung damit erhalten. Man kann die Geschichte des abgebrannten Lebemanns, der durch Liebeshändel zu Geld kommen will und sich dabei lächerlich macht, also wieder erleben - in einladender Umgebung und ganz sicher mit einem Haufen Spaß an der Sache ...


Die lustigen Weiber aus Windsor
Komische Oper nach Shakespeare in deutscher Sprache
25. bis 27. August sowie 1. bis 3. September
freitags und sonnabends jeweils um 19.30 Uhr, an den beiden Sonntagen um 16.00 Uhr.

Tickets unter www.musikschule-paul-hindemith.de
Kartentelefon 030-90239-3344

 
Eintritt:  18 / 12 Euro 
URL:  http://www.festival-schloss-britz.de/


Zur Umkreissuche   Anschrift
Kulturstall Schloss Britz
Alt-Britz 81
12359 Berlin - Neukölln
 
URL:  http://www.schloss-britz.de/s/gutshof
 
Träger: KULTURSTIFTUNG SCHLOSS BRITZ Alt - Britz 73, 12359 Berlin Telefon: (030) 609 79 23-0, Telefax: (030) 609 79 23-39, info@schlossbritz.de
 
 
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