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24.11.2016 - 22.04.2017

Schloss. Stadt. Berlin.

Die Residenz rückt in die Mitte (1650-1800)

Das Ephraim-Palais zählt zu den Gebäuden, die die Geschichte der Stadt sehr intensiv erlebten, heute werden hier vom Stadtmuseum vor allem Ausstellungen zur Berliner Geschichte gezeigt. So eröffnet am 24. November um 18 Uhr "Die Residenz rückt in die Mitte", eine Ausstellung, bei der man viel über die Entwicklung der Stadt von der Mitte des 17. bis Ende des 18. Jahrhunderts erfahren kann.
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Das Berliner Schloss um 1690, unbekannter Künstler © Stadtmuseum Berlin


Jahrhundertelang prägte das Berliner Schloss die Stadt, bis es 1950 im Auftrag der DDR-Machthaber gesprengt wurde. Heute kehrt es als Humboldt Forum ins Stadtbild zurück, und seine Lage und Gestalt sichern ihm mindestens ebenso wie seine zeitgemäße Funktion eine zentrale Aufmerksamkeit. Städtischer Mittelpunkt war das Schloss aber nicht von Anfang an, wie die Ausstellung im Ephraim-Palais zeigt. Erst der Große Kurfürst und die preußischen Könige haben es durch den Ausbau ihrer Landeshauptstadt vom Rand in die Mitte gerückt.

Zeitgenössische Grafiken, Gemälde und Pläne zeigen, wie das Schloss zum städtebaulichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zentrum wurde. Fragmente des zerstörten Schlosses aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin erinnern zudem an die verlorene Pracht des barocken Repräsentationsbauwerks, mit dem der erste Preußenkönig seinen Anspruch auf die Krone untermauerte.

Nach den Erfahrungen aus dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg ließ der Große Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Berlin ab 1650 zur Festung ausbauen. Nach der Königskrönung seines Sohnes Friedrich I. im Jahr 1701 entwickelte sich die Residenzstadt zum politischen Zentrum des jetzt Preußen genannten Staates und das Schloss zum Repräsentationsobjekt der aufstrebenden Monarchie. So wurde es in den folgenden hundert Jahren zum bestimmenden Bezugspunkt für die Stadtplaner, für die Architekten und für die Berliner Bürger.
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Die Grenzen der um 1650 errichteten Festung auf einer heutigen Stadtansich (Luftbild 2009). Foto: SenStadtUm

Großformatige Stadtmodelle in der Ausstellung sowie eine mediale Präsentation im Museumslabor zeigen das schnelle Wachstum der Stadt, zudem berichten Objekte aus der Zeit von 1650 bis 1800 vom Leben der Menschen in einer Zeit der Auf- und Umbrüche. Man kann also nicht nur Herrscher und Hofgesellschaft kennenlernen, sondern auch Handwerker, Baumeister und Unternehmer, Einheimische und Zugereiste, die den Wandel mitgestalteten.

Öffnungszeiten
Di, Do-So 10-18 Uhr | Mi 12-20 Uhr

Eintritt:
8/6 Euro (inkl. Audioguide)
bis 18 Jahre frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei

 
Email:  info@stadtmuseum.de
URL:  www.stadtmuseum.de/ephraim-palais


Zur Umkreissuche   Anschrift
Ephraim-Palais
Poststraße 16
10178 Berlin - Mitte
 
Telefon:  030 - 24 00 21 21
URL:  www.stadtmuseum.de
 
Teil des Stadtmuseums Berlin
 
 
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