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09.09.2018

Tag des offenen Denkmals

Eigentlich wirkt der Tag des offenen Denkmals mittlerweile schon fast selber denkmalartig, es gibt ihn nämlich schon seit 25 Jahren - daher sollte man ihn auch mal wieder wahrnehmen und sich sehenswerten Dingen widmen, die man sonst kaum wahrnimmt. Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am 9. (und manche auch schon am 8.) September ihre Türen und einen guten Überblick über die regionalen Angebote bietet die Seite https://maps.tag-des-offenen-denkmals.de/#/land/berlin?_k=cixpi4

Auch wenn sie nicht so wahrgenommen wird ist der europaweit begangene Tag des offenen Denkmals mittlerweile wohl die größte Kulturveranstaltung in Deutschland. In diesem Jahr bezieht sie sich aktualitätshalber auf Einflüsse von Außen, unter demJahresmotto "Entdecken, was uns verbindet" gehen die Veranstalter vor allem auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei verfolgen sie etwa Fragestellungen nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen.

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden. Dort kann man sich auf vergrößerbaren Karten alle teilnehmenden Denkmale anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung unterwegs ermöglicht eine kostenfreie App.

Für Berlin und Potsdam nennen wir hier nur ein Beispiel: Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg öffnet einige Denkmale, die sonst kaum oder gar nicht zugänglich sind. In der Hofgärtnerei Babelsberg kann man erfahren, wie man die Kaiserliche Tafel ohne Flugimporte auch exotisch bestücken konnte, das Jagdschloss Stern kann man sich samt selbstgebackenem Kuchen und frischem Brot aus dem historischen Backofen ansehen und ab 15 Uhr kann man sich durch das Schloss Sacrow führen lassen, wo um 18.30 Uhr der Film "Gärtner führen keine Kriege" gezeigt wird. Der Regisseur Jens Arndt erhielt dafür 2017 den Denkmalschutzpreis und steht nach der Vorführung zum Gespräch bereit.
Royal Louise_hist.jpgDie historische Royal Louise auf einer 1909 gemalten Postkarte (Ausschnitt). Alles über das Schiff erfährt man auf der Seite www.royal-louise.de/. Foto: Yacht- und Schiffahrtsverein zu Potsdam e.V.

Lohnend ist der Tag auch für Freunde der Pfaueninsel - hier kann man den Beelitzer Jagdschirm besichtigen, ein kleines Holzgebäude an der Südseite der Insel, und vor allem den Fregattenschuppen, jenes kirchenschiffartige Bootshaus, in dem das Segelschiff Royal Louise überwintert. Es ist ein Nachbau des Originals, das der Britische König 1832 Friedrich Wilhelm III. schenkte - eine nur 17 Meter lange Segelyacht, die im Maßstab 1:3 den damals üblichen britischen Fregatten nachgebaut war. Die Royal Louise war sozusagen die erste Freizeityacht, die auf den Berliner und Potsdamer Gewässern kreuzte und wurde bis 1914 von den preußischen Königen, den deutschen Kaisern und ihren Gästen genutzt.
 


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