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28.10.2017 - 10.01.2018

A Fashionable Style. Carl von Diebitsch und das Maurische Revival

Im 19. Jahrhundert interessierten sich weltweit Architekten für das islamische Erbe von al-Andalus. Dieses "Maurische Revival" spielte auch im Werk Carl von Diebitschs (1819-1869) eine zentrale Rolle, der als einer der ersten deutschen Architekten die nasridischen Bauten Granadas, die spektakulären Paläste der Alhambra, den Alcázar von Sevilla und die Moschee-Kathedrale von Córdoba in den Jahren 1846-1847 vor Ort studierte und ihren ornamentalen Reichtum in zahlreichen Bleistiftskizzen und Aquarellen festhielt. Sie belegen die Bedeutung des preußischen Architekten für die Erforschung der islamischen Architektur und Ornamentik von al-Andalus und ihre Rezeption im 19. Jahrhundert. Als innovativer Erneuerer gelang ihm die Revitalisierung der nasridischen Baukunst und ihrer Herstellungsverfahren, die er von Berlin aus in die Welt trug.
Gentzrode_wiki CC.jpgIn Gentzrode bei Neuruppin verfällt dieses 1876/77 von Diebitsch erbaute Herrenhaus. Etwas näher liegt das Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg, hier baute der Architekt ein maurisches Kabinett ein, in dem man heute standesamtlich heiraten kann. Foto: Wiki CC

In einer zusammen mit der Universität Zürich konzipierten Ausstellung werden die Architekturstudien und Bauentwürfe Carl von Diebitschs erstmals in Deutschland präsentiert. Das Ergebnis liefert einen umfassenden Blick auf einen der erfolgreichsten Revival-Stile des Historismus, der die Architektur des 19. Jahrhunderts nachhaltig prägen sollte.


Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 27. Oktober, um 18 Uhr.

Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch erschienen: Francine Giese / Ariane Varela Braga (Hrsg.), A Fashionable Style. Carl von Diebitsch und das Maurische Revival Bern, 2017. 278 S., 96 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-0343-2939-2

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr, an Feiertagen sowie zwischen Weihnachten und Neujahr ist sie geschlossen.

Der Eintritt ist frei.

 
URL:  http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=644


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